Die Sieger sind eine Klasse für sich

Erstellt: 31. Januar 2011, 00:00 Uhr
Die Sieger sind eine Klasse für sich Jetzt ist Schluss! Zum dritten und letzten Mal triumphieren die Amateur-Weltmeister Alexey Silde und Anna Firstova beim Pforzheimer Goldstadtpokal. Nun wechseln sie ins Profilager. Fotos. Tilo Keller

Die amtierenden Weltmeister setzen sich beim Pforzheimer Goldstadtpokal durch – Lokalmatadore belegen Platz vier

Zum dritten Mal in Folge haben sich die Weltmeister Alexey Silde und Anna Firstova den Goldstadtpokal im CongressCentrum Pforzheim gesichert. Die beiden Lateintänzer aus Russland bestritten am Samstag in Pforzheim ihr letztes Amateurturnier und wechseln nun in die Profiklasse.

Von Claudia Keller

Pforzheim. Zur 50. Auflage des Goldstadtpokals waren für das Latein-Weltcupturnier mehr als 100 Meldungen aus 18 Ländern beim veranstaltenden Schwarz-Weiß-Club Pforzheim eingegangen. Von den 20 besten der Weltrangliste waren neben den amtierenden Weltmeistern sieben weitere Paare im hochkarätigen Teilnehmerfeld vertreten. Von den 41 Vertretern aus Deutschland schafften es nur Ferdinando Iannacone und Yulia Musikhina vom Schwarz-Weiß-Club in die Endrunde und belegten den vierten Platz.

 Auf Platz drei setzten sich Martino Zanibellato und Michelle Abildtrup aus Dänemark, die in der Weltrangliste an vierter Stelle geführt werden und beim Goldstadtpokal im letzten Jahr den fünften Platz erreichten. Platz zwei sicheren sich Andrey Zaytsev und Anna Kuzminskaya aus Russland, die sich damit im Vergleich zum Vorjahr um eine Stufe auf dem Pforzheimer Siegertreppchen nach oben gearbeitet haben. Die prächtigen Jubiläumspokale von Designer Reinhold Krause nahmen die Sieger Silde/Firstova mit Ehrfurcht in Empfang. Auch wenn Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager das Siegerpaar im nächsten Jahr gerne wieder gesehen hätte, sagten die beiden jetzt schon ab.

 „Bei der Anmeldung hat mir das Paar geschrieben, dass sie schon oft in Pforzheim gewesen sind und sich entschieden hatten, hier ihr letztes Amateurturnier zu bestreiten“, erklärte Turnierleiter Bernd Roßnagel, der auch durch den Abend führte. „Morgen wechseln sie zu den Profis.“ Beim Siegertanz zeigten Silde/Firstova noch mal ihr beeindruckendes Können und wirbelten ein letztes Mal über das Pforzheimer Parkett.

 Ebenso außergewöhnlich war das Standardturnier um den Ehrenpreis der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald. Die Gewinner des Standardturniers waren indes keine Überraschung: Die amtierenden Weltmeister Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler vom TSC Astoria Stuttgart hatten sich in den beiden vergangenen Jahren den Sieg geholt und marschierten auch dieses Mal wieder unangefochten und mit Bestnoten auf den obersten Podestplatz.

Druckvoll und präzise wie kein zweites Paar

 Ferruggia/Köhler überragten alle anderen Teilnehmer und ernteten dafür durchgängig die Bestnoten. Sie waren die einzigen der sieben Finalpaare, die beim Wiener Walzer aus der Reihe tanzten, um zeitweise die Mitte des Parketts für sich zu nutzten, während die anderen Paare um sie herum wirbelten. „Es gibt kaum einen der so viel Druck aus einem treffenden Fuß schafft“, erklärte Henner Thurau im Gespräch mit dem Mühlacker Tagblatt die beeindruckende Schnelligkeit des Paares. Das sah Thurau, der neben seiner Trainerfunktion beim Schwarz-Weiß-Club auch Landestrainer und internationaler Wertungsrichter ist, auch für die Lateinsieger zutreffend. „Es sieht immer sicher aus“, beschrieb er die hohe technische Präzision.

 Bei den Standardtänzern sicherten sich die Vierten der Weltrangliste, Simone Segatori und Annette Sudol vom Redoute 1. TGC Koblenz und Neuwied den zweiten Platz. Auf den dritten Rang kamen Dmitry Zharkov und Olga Kulikova aus Russland, die bereits im letzten Jahr beim Pforzheimer Turnier auf Platz drei kamen.

 Höchstleistungen zeigten auch die Teilnehmer des internationalen Jugendlateinturniers um den red young-Cup der Sparkasse Pforzheim Calw. Daniil Sherbanuk und Megi Bakradze aus Russland, die im letzten Jahr in Pforzheim noch Rang drei belegten ertanzten sich dieses Mal den ersten Platz. Rang zwei sicherten sich Valeriu Leontiev und Alexandra Jolobceastai aus Rumänen, gefolgt von Dmitry Bunin und Magdalena Baranovska aus Russland. Der Schwarz-Weiß-Club konnte sich mit Maksim Stepanov und Viktoria Konstantinova über den vierten Platz freuen.

Rahmenprogramm mit heißen Rhythmen

 Neben den hochkarätigen Turniertänzern war auch das Rahmenprogramm des 50. Goldstadtpokals überaus beeindruckend. Die acht Paare der vielfach ausgezeichneten Standardformation des 1. TC Ludwigsburg zeigten Perfektion in Höchstform und begeisterten mit immer wieder neuen Positionen und überraschend angeordneten Figuren im flinken Tanzschritt.

 Einen ebenso mitreißenden Auftritt mit heißen Rhythmen legte die Hip-Hop-Gruppe der Tanzschule Saumweber Fischer hin, die sich in den vergangenen Jahren schon viele Preise und Titel bei Deutschen und Internationalen Wettbewerben ertanzt hat. Eine ganz andere Form des Tanzens präsentierte Cornelius Mickel. Der in Basel ausgebildete Balletttänzer ist derzeit im Theater Pforzheim in „Romeo und Julia“ auf der Bühne zu sehen. Er hat einst als Latein- und Standardtänzer beim Schwarz-Weiß-Club Pforzheim seine Leidenschaft fürs Tanzen entdeckt. Auf dem Parkett des CongressCentrums zeigte er, dass nicht unbedingt ein Partner notwendig ist, um das Publikum mit ausdrucksvollem Tanz zu begeistern.

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