Die Qualität steigt stetig an

Erstellt: 30. Dezember 2011, 00:30 Uhr
Die Qualität steigt stetig an „Es macht Spaß, sich mit Teams aus höheren Spielklassen zu messen“: Jannis Nonnenmann vom TTV Knittlingen nimmt positive Eindrücke mit.

Mühlacker-Grossglattbach. Zehn Teams waren in der Großglattbacher Lichtholzhalle mit jeweils drei Akteuren angetreten und standen sich im Pokalspielmodus gegenüber. In maximal sechs Einzel- und einer Doppelbegegnung wurde bis zum vierten Punktgewinn gespielt. Die Idee zu diesem besonderen Turnier hatte Jugendleiter Volker Langenstein vor einigen Jahren entwickelt. Mit den Vereinsmeisterschaften hatte der TSV Großglattbach bereits einen internen Vergleich in der Nachweihnachtszeit platziert. Doch Langenstein wollte sehen, auf welchem Stand seine Jungs im Vergleich zur Konkurrenz sind und lud der eigenen Spielstärke entsprechend erst Teams aus der Bezirksklasse ein. Mit dem Aufstieg der Großglattbacher Jugend erhöhte sich auch das Niveau der Konkurrenten. So waren in diesem Jahr erstmals vier Bezirksligisten am Start, darunter der TTC Birkenfeld aus dem Schwarzwald. „Wir freuen uns auf die Duelle gegen unsere Freunde, doch natürlich haben auch Spiele gegen Gegner aus anderen Bezirken ihren Reiz.“ Die Birkenfelder hatte Langenstein erst kurzfristig eingeladen: „Der Verantwortliche war gerade unterwegs, als ich ihn auf dem Handy erreicht habe und er hat spontan zugesagt.“ Insgesamt zeigt sich Langenstein mit dem Teilnehmerfeld sehr zufrieden. Viele Teams seien schon seit der ersten Auflage dabei und kämen jedes Jahr gerne wieder. Andere wie der TV Markgröningen heben die Qualität des Turniers weiter an.

Nach zwölf Stunden Tischtennis steht der Sieger fest

Nach zwölf Stunden Tischtennis mit insgesamt 153 Matches stand Markgröningen nach einem 4:2-Erfolg im Finale gegen den TSV Ensingen als Sieger fest. Damit setzte sich mit dem Aufstiegsanwärter in die Verbandsklasse der Favorit durch. Doch besonders Ensingen und der SV Illingen hatten dem Sieger das Leben lange schwer gemacht. „Ich hätte im Vorfeld auf einen Sieger aus diesem Trio getippt, mich aber nicht festlegen wollen“, beschreibt Langenstein die Spannung durch die Ausgeglichenheit.

Bereits in der Gruppenphase standen sich der SV Illingen und der Vorjahressieger TSV Ensingen gegenüber. „Direkt nach der Mittagspause sind wir nur schwer ins Spiel gekommen“, ärgert sich der Illinger Laurin Zemmrich über die unnötige Niederlage. So musste sich Zemmrich dem stark aufspielenden Lukas Fritz in fünf Sätzen geschlagen geben, aber seine Kollegen Heiko Scharsich und Robin Pade brachten Illingen in Führung.

Nachdem Zemmrich/Scharsich im Doppel sowie Pade unterlagen, war Zemmrichs Erfolg in seinem zweiten Einzel wichtig, um Illingen im Spiel zu halten. Doch im entscheidenden Einzel verpasste es Scharsich, das Spiel zu Illingens Gunsten zu entscheiden. So beendete der SVI die Vorrunde als Zweiter und traf im Halbfinale auf Markgröningen. Im Vorrundenmatch der Bezirksliga-Saison trennten sich beide Teams 5:5 und auch das Halbfinale dieses Turniers versprach, spannend zu werden. Zemmrich hatte in seinem ersten Match keine Probleme und Scharsich stand gegen den erst 14-jährigen Hollenbenders kurz vor der Überraschung. Zemmrich/Scharsich sowie Scharsich im zweiten Einzel hielten Illingen im Spiel, ehe die Niederlage von Pade das Aus besiegelte. Somit verpassten die Illinger auch eine Revanche gegen den Lokalrivalen aus Ensingen. Das Spiel um Platz drei bereitete ihnen jedoch keine Probleme. Den TSV Bietigheim fertigten sie mit 4:0 ab. Vielleicht wäre mit der verhinderten Nummer eins Dennis Hemminger ein noch besseres Abschneiden möglich gewesen.

Nicht so gut lief es für die beiden anderen Vertreter der Region. „Wir sind eben gute Gastgeber und lassen den anderen den Vortritt“, begründet Volker Langenstein das schwache Abschneiden seiner Jungs. Überraschend unterlagen sie dem TV Großvillars und dem TSV Kleinglattbach und verspielten früh alle Ambitionen. Anschließend präsentierten sich die Jungs um den von einer Verletzung gehandicapten Jakob Schachtl-Rieß bei der 2:4-Niederlage gegen Markgröningen und Erfolg gegen den TSV Bietigheim verbessert. Letztendlich reichte es jedoch nur zu Platz sieben. Der TTV Knittlingen musste sich nach einer deutlichen Schlappe im Entscheidungsspiel mit dem achten Rang zufrieden geben. Dennoch nahmen die Knittlinger positive Eindrücke mit. Jannis Nonnenmann berichtet: „Da wir während der Ferien bei uns nicht trainieren können, bietet das Turnier eine gute Vorbereitung auf die Rückrunde. Außerdem macht es Spaß, sich mit Teams aus höheren Spielklassen zu messen.“

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