Die neue Tennis-Regel schmeckt nicht jedem

Erstellt: 31. Mai 2008, 00:00 Uhr
Die neue Tennis-Regel schmeckt nicht jedem Die Filzkugel fest im Blick: Paul Sträter vom TC Rot-Weiß Lomersheim holt zum Rückhand-Slice aus. Foto: Keller

Auftakt zur Sommersaison – Matches verkürzt

Mühlacker – Die Tennisspieler ziehen von diesem Wochenende an wieder jede Menge Schleifspuren ins rote Ziegelmehl. Die Verbandsrunde ist eröffnet. Elf Vereine aus dem MT-Land schicken 74 Mannschaften in 60 Ligastaffeln ins Rennen. Das sind zwei Teams mehr als im vergangenen Jahr.

VON STEFFEN-MICHAEL EIGNER

Wie bereits 2007 ist der TC Rot-Weiß Lomersheim zahlenmäßig am stärksten vertreten. Elf Teams treten allein von diesem Verein zur Sommersaison an, die Herren 40 immerhin in der Württembergliga, der fünfthöchsten Spielklasse. Sie haben ihren ersten Auftritt sogar schon hinter sich. Am Maifeiertag besiegten die rot-weißen Herren den TC Bad Cannstatt mit 7:2 Matches und belegen einstweilen Rang drei der Tabelle. Auf diesem Platz haben die Lomersheimer Herren 40 im vergangenen Jahr die Runde auch beendet.

 Der TC Ötisheim hat ebenfalls eine Mannschaft auf Württembergliga-Niveau. Bereits im vergangenen Jahr spielten die Damen 50 aus Ötisheim mit Platz drei in dieser Klasse eine gute Rolle. Immerhin in der Oberliga, sozusagen sechste Liga, treten die Herren 55 des TC Ötisheim an, die im vergangenen Jahr als Vizemeister punktgleich mit dem Meister Blaubeuren den Aufstieg in die Württembergliga nur knapp verpassten.

 Eine gewichtige Regeländerung im Vergleich zur vergangenen Saison schmeckt indes nicht jedem. Um die Begegnungen in den Verbandsrunden nicht in die Länge zu ziehen, ist der so genannte Match-Tiebreak in allen Altersklassen eingeführt worden. Bei 1:1-Satzausgleich wird kein dritter Satz gespielt, sondern stattdessen ein verlängerter Tiebreak. Wer in diesem Match-Tiebreak zehn Ballwechsel gewinnt und dabei zwei Punkte Vorsprung hat, ist der Sieger des Matches. „Für konditionsstarke Spieler ist das sicherlich ein Nachteil“, sagt Klaus Raiser, der Vorsitzende des Tennisclubs Mühlacker.
 Das Liga-System des Deutschen Tennisbundes DTB funktioniert nach wie vor zweigleisig. Sowohl für Mannschaften aus sechs Spielern als auch für Vierer-Teams bietet der Tennissport die Chance, sich im Ligaalltag zu beweisen. Für Sechser-Mannschaften ist die Württembergliga hinter zwei Bundesligen, der Baden-Württemberg-Liga und zwei Regionalligen die sechste Spielklasse. Darunter folgen Oberliga, Verbandsliga und Verbandsklasse. Auf Bezirksebene geht es mit der Bezirksoberliga und der Bezirksliga weiter, darunter die Bezirksklassen und Kreisklassen.

 Die Spielklassen für Vierer-Mannschaften sind am Signalwort „Staffel“ zu erkennen. Unter der Bundesliga folgen hier Württembergstaffel, Oberligastaffel, Verbandsstaffel, Staffelliga, Bezirksstaffeln und Kreisstaffeln.

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