Die Mischung beim 1. FC Pforzheim stimmt

Erstellt: 29. November 2007, 00:00 Uhr
Die Mischung beim 1. FC Pforzheim stimmt Martin Maier Foto: p

Vereinsführung zieht nach holprigem Saisonstart positive Bilanz – Wiederaufstieg ist in Reichweite

Pforzheim – Die Hinrunde der Fußballsaison neigt sich dem Ende zu, und der 1. FC Pforzheim ist auf Kurs. Nach anfänglichen Problemen präsentierte sich der Verbandsligist zuletzt stark und ist seit nunmehr neun Spielen in der Liga ungeschlagen. Zu einem der Leistungsträger avancierte dabei der Illinger Martin Maier.

VON STEFFEN-MICHAEL EIGNER

Zwei Spieltage vor der Winterpause fällt das Fazit der bisherigen Saison positiv aus. „Wir sind insgesamt zufrieden“, sagt Wolfgang Rudy, der Pressesprecher des 1. FC Pforzheim. Kein Wunder, nach der Serie, die der FCP zuletzt hingelegt hat. Neun Spiele in Folge ohne Niederlage, darunter sieben Siege, ließen den 1. FC Pforzheim von zwischenzeitlich Platz elf nach dem siebten Spieltag bis auf Rang vier klettern. Nur noch fünf Punkte fehlen zu Platz eins, der als einziger den direkten Wiederaufstieg bedeuten würde.

 Dabei hat die Elf von Trainer Stefan Sartori zu Beginn der Spielzeit einige Punkte liegen lassen. Dem furiosen 4:1-Auftaktsieg in Neckarelz und der Tabellenführung am ersten Spieltag folgten vier Unentschieden, zwei Niederlagen und damit der Abstieg auf Platz elf. „Es hat einfach gedauert, die neuen Spieler in den Kader zu integrieren“, begründet Rudy. Doch mittlerweile hat sich die Mannschaft gefunden, spielt diszipliniert und damit auch erfolgreich. „Die Mischung stimmt“, freut sich Rudy.

 Zu denen, die sich mit guten Leistungen in den Vordergrund gespielt haben, gehört der Illinger Martin Maier. „Er hat sich wirklich sehr gut entwickelt“, lobt Wolfgang Rudy den 22-Jährigen. Insbesondere gegen den aktuellen Tabellenführer Amicitia Viernheim, dem der 1. FC Pforzheim vor eigenem Publikum ein 0:0 abtrotzte, bot der ehemalige Spieler des SV Illingen und des TSV Phönix Lomersheim eine überragende Leistung. Ebenfalls auf einem guten Weg sei Dominik Bernecker. Der erst 18-Jährige ist vielseitig einsetzbar und ackerte in den vergangenen Spielen zumeist auf der linken Außenbahn. Sorgen bereitet dem 1. FC Pforzheim indes noch Michael Schrammel. Der Enzberger fehlte während der Hinrunde häufig verletzt. „Wir hoffen, dass er das bald in den Griff bekommt“, sagt Rudy. Denn wenn Schrammel mit dabei war, machte er meistens wichtige Tore.

 Vom direkten Wiederaufstieg als Saisonziel wollen die FCP-Verantwortlichen nicht abrücken. „Wenn man unsere spielerischen Möglichkeiten sieht, dann haben wir gute Chancen“, ist FCP-Sprecher Rudy optimistisch. „Die Mannschaft harmoniert jetzt gut, deshalb hoffen wir, dass sie in der Rückrunde insgesamt erfolgreicher ist als in der Hinrunde.“

 Vor der finanziellen Herausforderung eines Aufstiegs ist Rudy nicht bange: „In der Oberliga ist man auch wieder attraktiver für Sponsoren.“ Im Moment liegt der Deutsche Vizemeister von 1906 mit 28 Punkten auf dem vierten Platz der Verbandsliga Nordbaden in Lauerstellung. Der aktuelle Spitzenreiter Amicitia Viernheim hat 33 Zähler vorzuweisen. Dazwischen liegen noch der ASV Durlach (30 Punkte ) und die TSG Weinheim (29 Punkte) auf den Plätzen zwei und drei.

 Auf Eis liegen weiterhin die Pläne einer Fusion mit dem Stadtrivalen VfR Pforzheim. „Wir führen zurzeit keine Gespräche mit dem VfR. Es herrscht in dieser Frage Stillstand. Wir sind aber weiterhin dafür offen“, so Rudy. Im Frühjahr hatten die beiden Vereine den eigentlich bereits für Juli 2007 beschlossenen Zusammenschluss kurzfristig noch abgeblasen. Nicht nur wie damals kommuniziert die Tatsache, dass sich der Pforzheimer Gemeinderat nach Meinung der beiden Vereine zu viel Zeit ließ, die Frage nach dem Stadionausbau zu klären, ließ die Fusion platzen. Ein weiterer Grund seien auch interne organisatorische Probleme gewesen, wie Rudy nun einräumt. Eine Fusion mit dem VfR sei aber keineswegs vom Tisch. Doch nach derzeitigem Stand scheint eher unwahrscheinlich, dass die Vereinshochzeit zum Beginn der kommenden Saison klappen wird.

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