„Die Kuh ist noch nicht vom Eis“

Erstellt: 28. August 2012, 23:30 Uhr

Mühlacker-Enzberg. Bürger aus Enzberg wollen dafür kämpfen, dass es in Zukunft keine weitere Erweiterung des Abbauareals des Steinbruches an der Ötisheimer Straße gibt. In den nächsten Tagen soll bei einer Besprechung geklärt werden, ob eine Bürgerinitiative gegen eine Steinbrucherweiterung gegründet wird.

Zu den Gegnern einer Steinbrucherweiterung gehört auch Heinz Mühleisen, der im Wohngebiet Spitzäcker oberhalb von Enzberg wohnt. Schon seit Jahren müssen die Bewohner hier Erschütterungen, Lärm und Staub im Zusammenhang mit dem Steinbruchbetrieb ertragen, klagt Mühleisen. In der Vergangenheit sei mehrmals die Abbaufläche erweitert worden, „obwohl den Bürgern immer wieder versprochen worden ist, dass dies nicht geschehe“.

Auch der Gemeinderat, so Heinz Mühleisen, sei bei Entscheidungen im Zusammenhang mit Steinbrucherweiterungen in der Vergangenheit „nicht dem Willen der Enzberger Bürger gefolgt“. Die vom Regionalverband in die Wege geleitete Suche nach einem alternativen Steinbruchstandort zwischen Enzberg und Pforzheim wird laut Mühleisen von den Bewohnern der Spitzäcker und umliegender Siedlungen „sehr kritisch gesehen“. Mühleisen bringt es auf den Punkt: „Die Kuh ist noch lange nicht vom Eis.“

Eine mögliche Erweiterung des Steinbruchs hätte nicht nur Auswirkungen für Enzberg und den Sengach, macht Mühleisen deutlich. Betroffen wären auch die umliegenden Gemeinden Ötisheim, Kieselbronn, Ölbronn und Dürrn durch den Lastwagenverkehr vom und zum Enzberger Steinbruch. Das alles seien Themen, die bei der Zusammenkunft der Bürger am morgigen Donnerstag beredet werden.

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