Die Freude am Fußball ist zurück

Erstellt: 4. August 2009, 00:00 Uhr
Die Freude am Fußball ist zurück TSV Maulbronn ist vor dem morgigen Stadtderby im Kreispokal gegen Zaisersweiher bester Laune Vor dem Stadtderby in der Kreispokal-Qualifikation herrscht beim TSV Maulbronn beste Stimmung. Mit einem Trainingslager hat Ralph Augenstein seine Fußballer auf die kommende Saison vorbereitet. Morgen (18 Uhr) wollen sie die Spvgg Zaisersweiher aus dem Cup-Wettbewerb kegeln. Von Steffen-Michael Eigner

TSV Maulbronn ist vor dem morgigen Stadtderby im Kreispokal gegen Zaisersweiher bester Laune

Vor dem Stadtderby in der Kreispokal-Qualifikation herrscht beim TSV Maulbronn beste Stimmung. Mit einem Trainingslager hat Ralph Augenstein seine Fußballer auf die kommende Saison vorbereitet. Morgen (18 Uhr) wollen sie die Spvgg Zaisersweiher
aus dem Cup-Wettbewerb kegeln.

Von Steffen-Michael Eigner

Maulbronn. Die Stimmung stimmt. Beim TSV Maulbronn wird geflachst, gefoppt, geneckt. „Ja, Huntelaar kommt. Mehr kann ich dazu nicht sagen, wir haben mit Real Madrid Stillschweigen vereinbart“, ulkt sogar Daniel Göbl, der neue Abteilungsleiter der TSV-Fußballer. Was seine Maulbronner unterdessen im sonntäglichen Testspiel gegen den TSV Ensingen zeigen, legt allerdings die Vermutung nahe: Den Star aus Holland, für den der VfB Stuttgart 18 Millionen Euro hätte zahlen wollen, braucht Maulbronn sowieso nicht.

 Das junge Team von Ralph Augenstein wirkt nach zwei Tagen hartem Trainingslager erstaunlich spritzig, erspielt sich gegen den A-Ligisten aus Ensingen auch gegen Ende der Partie noch gute Torchancen. Dabei haben die TSV-Kicker erst tags zuvor am Tiefen See einen Triathlon absolviert: Schwimmen, Radeln, Joggen. Doch von Müdigkeit keine Spur. Ein ums andere Mal entwischen die Maulbronner den gegnerischen Verteidigern. Nur im Torabschluss, da hapert es noch ein wenig.

 „Das ist unser Manko. Wir haben keinen Knipser“, sagt Trainer Augenstein, der die Partie ausnahmsweise von der Seitenlinie aus verfolgt anstatt von seinem angestammten Platz zwischen den Torpfosten. Das Stürmerproblem soll aber bald gelöst sein. „Ich will aus Yasin Özdemir und meinem Sohn allmählich ein Sturmduo formen“, sagt Ralph Augenstein, dessen Sohn Kevin von der TG Stein zum TSV Maulbronn gewechselt ist. Außerdem hofft der TSV-Coach auf die baldige Rückkehr von Sebastian Koch, der seit einem Kreuzbandriss vor mehr als einem Jahr nicht mehr gespielt hat. „Er ist schon fast wieder fit, aber für das Spiel gegen Zaisersweiher reicht es wohl noch nicht“, so der Trainer – und fügt lachend hinzu: „Und Huntelaar kommt ja auch noch.“

 Die große Stärke beim TSV Maulbronn ist der Teamgeist. Auf der Reservebank jagt ein Scherz den nächsten und die Spieler kringeln sich vor Lachen. Genau so haben es Trainer Ralph Augenstein und Abteilungsleiter Daniel Göbl gerne. „Die Jungs haben in den letzten zwei Jahren dauernd gegen den Abstieg gespielt, von 60 Spielen nur zehn gewonnen. Wir wollen jetzt einmal eine Saison ohne Druck“, findet der Abteilungsleiter. Deshalb ist der Wiederaufstieg einstweilen auch kein Thema.

Ruhe, Ordnung und Spaß – die richtige Mischung macht’s

 „Die Jungs sollen wieder Spaß am Kicken bekommen. Und wir brauchen wieder mehr Ruhe und Ordnung im Team“, gibt Augenstein für die kommende Spielzeit die Richtung vor. „Platz drei bis sechs“, lautet das Saisonziel. „Ich bin selber ja auch noch am Lernen“, sagt der Trainer, der die Mannschaft erst vor einem Dreivierteljahr von Bernd Kirchstetter übernommen hat. Für den 41-Jährigen das erste Traineramt.

 In die kommende Spielzeit geht der TSV Maulbronn mit einer stark verjüngten Mannschaft. Neben Kevin Augenstein kamen noch Julian Tschürtz und Marc Hölzgen von der TG Stein sowie vom morgigen Gegner Zaisersweiher Holger Kraft. Ansonsten wird der Kader durch vier Nachwuchsspieler aus der eigenen Jugend verstärkt: Adrian Kienle, Christian Jung, Christian Kammerer und Dimitri Kucak. „Das sind alles Maulbronner Jungs“, sagt Abteilungsleiter Göbl stolz.

 „Die Vorbereitung ist optimal gelaufen, wir haben im Schnitt 20 Teilnehmer im Training“, freut sich Göbl über die positive Stimmung im Team und den neuen Schwung. Besonders heiß sind die Kicker auf den Vergleich mit der Spvgg Zaisersweiher morgen Abend um 18 Uhr. Den eine Liga höher spielenden Stadtrivalen schon in der Qualifikationsrunde aus dem Kreispokal zu werfen, wäre ganz nach dem Geschmack der Maulbronner.

 Der 1:0-Testspielsieg am Sonntagnachmittag gegen Ensingen jedenfalls gibt Selbstvertrauen. Am Ende steigt Daniel Göbl ins Auto und scherzt: „So, ich fahr’ mal los – den Huntelaar vom Flughafen abholen.“ Trainer Augenstein grinst und flachst: „Wozu? Der sitzt doch gegen Zaisersweiher eh nur auf der Bank.“

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