Die erste Halbzeit macht Phönix Mut

Erstellt: 29. Juli 2010, 00:00 Uhr
Die erste Halbzeit macht Phönix Mut Für Martin Maier im Phönix-Trikot (li.) ist die Partie gegen seine Pforzheimer Ex-Kameraden ein besonderes Spiel. Foto: Eigner

Junges Team hält gegen den 1. CfR Pforzheim lange ein 0:0 – Trainer Eberhard Carl sucht noch nach seiner Stammformation

Mit dem Freundschaftsspiel gegen den 1. CfR Pforzheim sind gestern Abend die Sporttage des TSV Phönix Lomersheim zuende gegangen. Am Ende steht zwar ein 0:8, doch die ersten 45 Minuten macht den Lomersheimern Mut. Erst nach der Pause fielen die Treffer für den Verbandsligisten.

Von Steffen-Michael Eigner

Mühlacker-Lomersheim. Der neue Name nach der Pforzheimer Vereinsfusion ist noch nicht jedem in Fleisch und Blut übergegangen. „Der 1. FC äh… CfR Pforzheim“, stellt der Platzsprecher die Gästemannschaft vor. Und die Zuschauer diskutieren, welche Spieler auf dem Platz den seither beim 1. FC, welche beim VfR Pforzheim gespielt haben.

 Beim 1. FC Pforzheim war jedenfalls Martin Maier noch in der abgelaufenen Saison. Für den Mittelfeldmann ist es ein besonderes Spiel, er läuft nun für Phönix Lomersheim auf. Um den 25-Jährigen herum hat Eberhard Carl eine ganz junge Mannschaft aufgestellt. Hinten im Kasten steht zunächst der 20-jährige Daniel Kern, davor bilden Daniel Münchinger (19), Jannik Wyrich (19), Sören Brüstle (21) und Alexander Riede (26) von links nach rechts die Abwehrkette. Im Mittelfeld lässt Carl eine Raute spielen, in der allerdings viel Bewegung ist. Martin Maier (25) übernimmt den zentral defensiven Part, vor ihm spielt Thomas Fischer (26), der aber immer wieder nach hinten mitarbeitet. Flavio Knapp (28) und Timo Hagenbuch (19) besetzen die Außenpositionen. Vorne stürmen Sören Christofori (22) und Rewe Hook (19). Diese Formation hält das 0:0 gegen den Verbandsligisten bis zur Pause. Die erste Halbzeit hat Tempo, jedoch keine Strafraumszenen. Ein paar Distanzschüsse, mehr hat Pforzheim noch nicht zu bieten.

 „Was die Jungs taktisch spielen ist superklasse. Und Martin Maier organisiert hervorragend“, lobt Trainer Carl in der Halbzeit. Eine Stammelf hat er nach eigenen Angaben noch nicht gefunden. „Für mich ist hier alles Neuland. Wer sich im Training reinhaut, bekommt seine Chance.“ Immerhin lässt der Trainer durchblicken, dass Brüstle, Riede, Knapp und Maier für ihn schon erste Eckpfeiler in der Formation seien. Auch von Dominik Murnberger, der im Urlaub ist, hält Eberhard Carl viel. Dass Routinier Simon Roller nur auf der Bank sitzt, habe noch nichts zu bedeuten. „Er hat erst zweimal mittrainiert“, begründet Carl. Der Stürmer kommt nach zu zweiten Halbzeit.

 Nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff ist es allerdings passiert. Pforzheims Tobias Wacker eröffnet den Torreigen mit dem 0:1 per Kopf und weckt auch die Phönix-Offensive auf. Sören Christofori hat die Schusschance (55.), Jannik Wyrich verfehlt das Tor beim Kopfball (57.). Der Ausgleich scheint sich anzubahnen. Doch der CfR kontert erfolgreich.

 Flachschuss Raphael Rommel: 0:2 (60.). Eine schöne Kombination, Abschluss Sonay Toksöz: 0:3 (61.). Binnen Sekunden ist das Spiel entschieden, und den Phönixspielern geht sichtlich die Puste aus. Der Kapitän des CfR, Bruno Martins aus Maulbronn, legt das 0:4 nach (68.). Raphael Rommel (71.), Mustafa Zengin (80.), Hakan Cepri (82.) sowie der Lomersheimer Timo Hagenbuch per Eigentor (86.) sorgen für den 0:8-Endstand.

 „Das Ergebnis ein wenig zu hoch. Aber die erste Halbzeit hat gezeigt, dass es geht“, sagt der völlig ausgepumpte Martin Maier nach dem Schlusspfiff. „Dass die uns am Ende herspielen, war ziemlich klar.“ Auch Eberhard Carl ist zufrieden: „Das Ergebnis ist mir völlig egal. Die erste Halbzeit hat mir gefallen. Wenn Pforzheim in der zweiten keine Tore schießen würde, hätten sie jja was falsch gemacht.“

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