Der Start wird ganz wichtig sein

Erstellt: 30. Oktober 2010, 00:00 Uhr
Der Start wird ganz wichtig sein Enzberg ist endlich raus aus der Abstiegszone!.Nach dem 2:0-Sieg beim 1. FC Kieselbronn II hofft der FC Viktoria nun auf den nächsten großen Wurf. Foto. Eigner

Für das Heimspiel gegen die SG Ölbronn-Dürrn gefällt sich Viktoria Enzberg in der Außenseiterrolle

Viktoria Enzberg kommt aus dem
Tabellenkeller, hat aber zuletzt einen Sieg gefeiert. Die SG Ölbronn-Dürrn ist dem Spitzenduo der Liga auf den Fersen, hat aber zuletzt eine Niederlage erlitten. Nun kommt es zum direkten Duell – und schon das letzte Aufeinandertreffen war turbulent.

Von Steffen-Michael Eigner

Mühlacker-Enzberg. Am Ende jenes Spiels am 9. Mai, das schon nach sieben Minuten 1:1 stand und das schließlich 2:2-unentschieden endete, war irgendwie keiner so recht zufrieden. Die Enzberger nicht, weil sie eine zwischenzeitliche 2:1-Führung nicht über die Zeit gerettet hatten und sie außerdem einen Sieg gebraucht hätten, um schon an jenem Tag den Klassenerhalt sicher zu machen. Die Ölbronn-Dürrner nicht, weil der Schiedsrichter ihnen zwei Treffer aberkannt und zudem schon nach einer halben Stunde Rouven Hahnke mit Gelb-Rot in die Kabine geschickt hatte. Also bitte nicht wundern, wenn es morgen wieder ein ereignisreiches Spiel gibt.

Enzberg will dem Spiel gleich
seinen Stempel aufdrücken

 Im Unterschied zu damals allerdings sind die beiden Teams diesmal keine Tabellennachbarn. Ölbronn-Dürrn ist Dritter, hat zuletzt eine 1:4-Heimklatsche vom zweitplatzierten 1. FC Eutingen bezogen. Enzberg hat gerade erst mit einem 3:0-Erfolg bei der Kieselbronner Reserve die Abstiegszone verlassen und liegt nun an elfter Stelle. „Die waren letztes Jahr schon gut und haben durch die Bank eine gut besetzte Mannschaft“, schiebt deshalb Enzbergs Trainer Sascha John den Gästen die Favoritenrolle zu. Daran rüttelt seiner Meinung nach auch der Umstand nicht, dass er zurzeit keinerlei personellen Ausfälle zu beklagen hat. John warnt vielmehr.
 „Wir haben durch den Sieg in Kieselbronn zwar in der Tabelle einen großen Schritt nach vorne gemacht. Aber wir sind noch nicht da unten raus“, verweist er auf die nach wie vor knappen Punktabstände nach hinten. Umso wichtiger wäre ein Heimsieg morgen.

 „Der Start wird ganz wichtig sein“, verlangt der Viktoria-Trainer volle Konzentration und höchsten Einsatz vom Anpfiff weg. „Es geht darum, wer dem Spiel als erster seinen Stempel aufdrücken kann. Ich hoffe, dass wir Ölbronn-Dürrn unter Druck setzen können.“

 Das allerdings hofft Ulli Stengel umgekehrt auch. Der Trainer der SG Ölbronn-Dürrn sieht das Nervenkostüm seiner Elf durch die jüngste Niederlage nicht angeknackst. „Die Jungs haben noch genug Selbstvertrauen aus den vier Siegen zuvor. Und gegen Eutingen waren wir nicht wirklich schlechter, das Resultat täuscht da. Wir können diese Niederlage verdauen und werden an die gute Leistung anknüpfen.“

 Da stört es Ulli Stengel auch nicht sonderlich, dass der direkte Kontakt nach oben abgerissen ist. Eutingen hat nun vier Punkte Vorsprung auf Ölbronn-Dürrn – bei einem Spiel weniger. Spitzenreiter FV Niefern ist sogar schon sechs Zähler entfernt. Da lohnt sogar der aufmerksame Blick nach hinten, wo TuS Bilfingen und Spvgg Zaisersweiher lauern. Deren Rückstand beträgt lediglich drei, beziehungsweise fünf Punkte; und obendrein haben beide Verfolger zwei Spiele weniger absolviert als Ölbronn-Dürrn.

Ölbronn-Dürrn muss wohl
auf vier Spieler verzichten

 Trainer Stengel aber lässt sich nicht kirre machen, den Aufstieg hatte er ohnehin nicht im Sinn. „Wir sind einen Schritt weiter als letzte Saison. Unser Ziel ist Platz drei bis fünf. Das ist zwar die goldene Ananas, aber das ist jetzt ein Jahr, in dem wir aufbauen und unsere junge Mannschaft weiterentwickeln wollen.“ Ziel Aufstieg also in der kommenden Saison? Stengel winkt ab: „Wer weiß schon, was in einem Dreivierteljahr ist?“ Der SG-Trainer muss sowieso erst einmal kurzfristige Fragen lösen. Zum Beispiel die nach der Aufstellung morgen. Wie schon gegen Eutingen fallen nämlich Jeremy Briem nach Meniskus-OP und Harald Schneider aus. Letzterer hat sich einen verhärteten Bluterguss aus der Wade operativ entfernen lassen. Neu auf der Verletztenliste ist Tim Baum. „Dem ist es ins Kreuz gefahren, er fehlt definitiv“, so Stengel. Fraglich ist außerdem der Einsatz von Andreas Seifert, der zuletzt eine Zerrung erlitten hat.

 Insofern kommt Ulli Stengel nicht ungelegen, dass sein Team in einer Woche spielfrei ist. „Die 14 Tage Pause tun uns gut, ich hoffe dass bis dahin einige Verletzte wieder fit werden.“ Der Gegner heißt dann am 14. November TuS Bilfingen.

Weiterlesen
Kriegerdenkmal steht wieder

Kriegerdenkmal steht wieder

Löffelstelz: Scherbabuzzer türmen tonnenschwere Quader aufeinanderMühlacker – „Es sieht so aus, als ob es die nächsten 100 Jahre hier stehen könnte“, lobte Mühlackers Bürgermeister Winfried Abicht das jüngste Werk der… »