Das ist gelebte Völkerverständigung

Erstellt: 9. Juli 2007, 00:00 Uhr
Das ist gelebte Völkerverständigung Großer Ehrungsreigen in der Wiernsheimer Lindenhalle Großer Ehrungsreigen in der Wiernsheimer Lindenhalle mit dem italienischen Generalkonsul Faiti Salvadori (v. l.), Livia Bert, Bürgermeister Igor Bonino, Bürgermeister Karlheinz Oehler, Marisa Maccari, Flavio Clot und Dante Oleastro. Foto: Stahlfeld

Wiernsheim und Pinasca haben seit 25 Jahren eine Gemeindepartnerschaft – Jubiläumsabend mit Ehrungen.

Wiernsheim – Die intensive Partnerschaft zwischen Pinasca und Wiernsheim besitzt Seltenheitswert, da war sich Bürgermeister Karlheinz Oehler am Freitagabend ganz sicher. Selten sei eine Verbindung zwischen zwei Gemeinden so breit in der Bevölkerung verankert, wie in diesem Fall, betonte er beim Festakt anlässlich des 25-jährigen Bestehens in der Lindenhalle.

VON ULRIKE STAHLFELD

Die große Bedeutung, welche die „Gemellaggio“ mit Pinasca für die Wiernsheimer hat, machte kurz darauf die Auszeichnung deutlich, mit der Bürgermeister Oehler vor allem zwei Personen seine Wertschätzung ausdrückte. Der Wiernsheimer Schultes überreichte Marisa Maccari, der Vorsitzenden des italienischen Partnerschaftskomitees, sowie ihrem Vorgänger Flavio Clot die Verdienstmedaille der Gemeinde. Clot habe unermüdlich an „vorderster Front“ gearbeitet und kenne mittlerweile die Wiernsheimer Straßen besser als er selber. Er sei der „wahre Vater der Partnerschaft“.

 „Es sind zwei Menschen, die so viel für die Partnerschaft geleistet haben,“ betonte Oehler, bevor er des weiteren Igor Bonino, den Bürgermeister von Pinasca, Lidia Bert, Dante Oleastro und als hochrangigen Gast des Abends, den italienischen Generalkonsul aus Stuttgart, Faiti Salvadori, mit Geschenken bedachte.

 „Der heutige Abend ist ein Highlight in meiner Amtszeit als Bürgermeister von Wiernsheim“, betonte Oehler und erinnerte an die ersten Kontakte, die schließlich auf beiden Seiten zum Wunsch einer schriftlichen Fixierung und zur Unterzeichnung des Vertrags vor 25 Jahren führten. Der Bürgermeister: „Aber erst die vielen Besuche haben die Partnerschaft mit dem Geist der Freundschaft erfüllt.“

 Pinasca und Wiernsheim würden von vielen Gemeinden um diese „lebendige Partnerschaft“ beneidet, die sich nicht auf Begegnungen offizieller Delegationen reduziere. Sie lebe vor allem durch „die offenen Herzen der Bürger und die Freundschaften“. „Lassen Sie uns gemeinsam daran weiterarbeiten und uns über den Tellerrand der eigenen Nationalität hinaussehen“, forderte er die rund 300 Gäste auf, Unter ihnen: 58 Gäste aus Pinasca. Die Grüße der übrigen Bürger von Pinasca überbrachte deren Bürgermeister Igor Bonino. Die Gemeinschaft zwischen den Gemeinden sei ein wichtiges Fundament für eine europäische Kultur, betonte er.

 Es werde auch im Kleinen Großes geleistet, unterstrich Generalkonsul Faiti Salvadori die Bedeutung von Partnerschaften, die nicht nur die Menschen einander näher brächten, sondern auch zur Wiederbelebung wirtschaftlichen Kontakte geführt hätten.

  Die Partnerschaft zwischen Pinache und Pinasca sei von hohem moralischen Wert. „Das ist gelebte Völkerverständigung“, sagte der FDP-Landtagsabgeordneter Dr. Hans-Ulrich Rülke. Darauf könnten beide Gemeinden stolz sein.

  Auf die wechselhafte Geschichte Europas ging Carla Raymondo, die stellvertretende Bürgermeisterin von Pinasca, ein. Ein Gedanke dürfe nicht aus den Augen verloren werden: Die Grundwerte der Demokratie an die Jugend zu vermitteln, so die stellvertretende Bürgermeisterin von Pinasca, bevor die italienischen Gäste ihre zahlreichen Geschenke an die Wiernsheimer überreichten. Das weitere Festprogramm gestalteten der Wiernsheimer Seniorenchor sowie italienische Musik- und Tanzgruppen in der Lindenhalle.

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