Das hätte ich am Anfang nicht geschafft

Erstellt: 26. März 2009, 00:00 Uhr
Das hätte ich am Anfang nicht geschafft Walter Seeger

Laufend Fit: Walter Seeger spürt deutliche Fortschritte – Zweite Karriere als Fußballer?

 Seit mehr als drei Wochen bereiten sich die Teilnehmer der Aktion „Laufend Fit“ von AOK Nordschwarzwald und Mühlacker Tagblatt auf den Behr-Lauf im Mai vor. Und buchstäblich laufend wird die Kondition besser, das stellt beispielsweise Walter Seeger aus Wiernsheim fest, der in diesem Jahr zum ersten Mal an der Aktion teilnimmt.

VON STEFFEN-MICHAEL EIGNER

Früher ist der heute 67-Jährige wieselflink die rechte Außenbahn entlang gewetzt und hat die Flanken in den Strafraum geschlagen. In seiner Jugend spielte der Wiernsheimer Fußball beim VfB Stuttgart und bei der Spvgg Stuttgart-Ost. Später stand er für die Aktiven-Elf von Germania Stuttgart in der Kreisliga A auf dem Rasen. Mit 30 Jahren beendete Walter Seeger seine Laufbahn als aktiver Fußballer.

 „Aber das ist halt schon ein paar Jahre her. Ich hab jetzt langsam gemerkt, dass ich wieder etwas tun muss“, erzählt Seeger. Zwar gehe er regelmäßig einmal in der Woche schwimmen und in die Sauna, aber: „Beim Laufen habe ich mein Alter schon gemerkt.“ Nun schwimmt der Wiernsheimer gewissermaßen wöchentlich durch einen Jungbrunnen.
 Obwohl ihm nach eigenen Angaben beim Training mit „Laufend Fit“ in den vergangenen Wochen nie die Puste ausgegangen ist, fühlt sich der 67-Jährige fitter als zuvor. „Ich habe alle Aufgaben problemlos geschafft. Die Trainer bauen das ja ganz allmählich auf“, berichtet er von seinen Erfahrungen. Vor drei Wochen beim Trainingsauftakt seien die Trainingsgruppen noch drei Minuten am Stück gelaufen. „Dann waren es fünf, dann zwölf, dann 15. Und jetzt sind wir bei 18 Minuten angekommen. Das hätte ich am Anfang sicher nicht geschafft“, ist Walter Seeger mit seinem eigenen Leistungsfortschritt und somit der Arbeit des Trainerteams von der AOK Nordschwarzwald zufrieden.

 Der Teilnahme beim Mühlacker Behr-Lauf fiebert Seeger derzeit zwar noch nicht entgegen, wie Seeger einräumt. Wie eine unüberwindliche Wand sieht er den Volkslauf in Mühlacker und Ötisheim jedoch auch nicht auf sich zukommen. „Dann lese ich die Zeitung eben von hinten rein, dann bin ich Erster“, scherzt der Wiernsheimer lachend. So pessimistisch sind die Laufend-Fit-Trainer nicht. Sie für ihre Schützlinge ansprechende Laufzeiten voraus: „Zwischen 60 und 70 Minuten, länger wird für die zehn Kilometer beim Behr-Lauf keiner brauchen“, betonte Olaf Kaps bereits beim Auftaktabend der Aktion. Dann dürfte Walter Seeger ja demächst konditionell wieder so weit sein, um als Rechtsaußen für einen A-Ligisten aufzulaufen.

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