Danny Held: Wir haben es selbst in der Hand

Erstellt: 27. Februar 2007, 00:00 Uhr
Danny Held: Wir haben es selbst in der Hand Jung und Brännström nehmen einen Landshuter Spieler in die Zange. Foto: Simecek

Play-offs in Gefahr – Bietigheim Steelers überraschend locker

Nach einem Sieg und einer Niederlage am Wochenende ist der Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen wieder auf den neunten Platz abgerutscht. Doch Spieler und Trainer wirken weiter überraschend cool. „Wir packen das“, sagt Markus Wieland und freut sich schon auf die Play-offs. „Es gibt keine Zweifel“, meint auch sein Trainer Danny Held.

VON DOMINIQUE JAHN

Sie sind sich also absolut sicher – die Kuvencracks aus Bietigheim. In den verbleibenden vier Partien wollen sie die Qualifikation für die Endrunde klar machen. Mit der Leistung vom Wochenende wird dies aber ein schweres Unterfangen. Daheim gegen Landshut erkämpfte man sich einen mühevollen 4:3 (1:2, 2:1, 1:0)-Sieg nur dank eines sehr gut aufgelegten Martin Schweiger. Mit seinem Doppelpack sicherte er den Grün-Weiß-Blauen den wichtigen Dreier. Den Siegtreffer erzielte der Stürmer fast mit der Schlusssirene. Johansson hatte in dieser Partie die Führung markiert. Jacques gelang das zwischenzeitliche 3:2. „Wir haben sehr gut gespielt“, lobte Held seine Jungs nach 60 spannenden Minuten und meinte: „Jedes Spiel ist für uns jetzt ein großer Kampf. Diesmal hatten wir noch das Glück auf unserer Seite.“

 Vom Glück verlassen waren die Steelers dagegen am Sonntagabend in München. Gegen den EHC setzte es eine 2:4 (0:1, 1:1, 1:2)-Pleite. Zwar trafen Campbell und Schoofs, doch die Bayern setzen sich am Ende durch Rautert (2), Kompon und Robinson (Penalty) durch. „Ich habe es schon hundertmal gesagt“, war Held auch noch einen Tag danach erzürnt, „wenn wir nicht über die gesamten 60 Minuten konzentriert spielen, haben wir keine Chance.“ Es wird also eng für die Steelers. Vier Endspiele warten noch. Der Druck wächst. Doch der Coach winkt ab: „Der Druck kommt von außen. Ich versuche ihn von meinen Spielern abzublocken. Deshalb haben wir auch keinen Druck.“ Die Atmosphäre im Team sei deshalb „sehr angenehm“.

 Das kann auch der verletzte Markus Wieland bestätigen. „Die Stimmung ist gut. Jeder weiß, um was es geht. Dass es dieses Jahr nicht so läuft hat viele Gründe.“ Welche? „Es gab immer wieder Störfeuer, die die Mannschaft verunsichert haben. Das Spiel in Stuttgart, die vielen Spielerwechsel und auch der Trainerwechsel. Das geht nicht einfach an uns so vorbei und hat eben für Unruhe gesorgt“, sagt der Abwehrspieler. Doch die Spieler hätten immer wieder versucht, die Stimmung hochzuhalten. Einmal die Woche gibt es deshalb einen „Mannschaftsabend, um den Kopf frei zu bekommen“, verrät Wieland. Kabinenfest oder Italiener – „es herrscht Anwesenheitspflicht“, sagt der ehemalige Spielführer. Heute will er wieder aufs Eis – trotz Meniskusquetschung und Innenbanddehnung. Denn Wieland hat ein Ziel vor Augen. So schnell wie möglich die Play-offs erreichen. Gibt es vielleicht doch einen Showdown am letzten Spieltag gegen Schwenningen? „Nein, wir entscheiden es vorher“, strotzt der 30-Jährige nur so vor Selbstbewusstsein.

 „Wir haben es selbst in der Hand“, fügt sein Trainer hinzu. Die Steelers haben vier Siege im Visier. Der erste soll am kommenden Freitag, 2. März, um 20 Uhr daheim gegen Regensburg eingefahren werden. Am Sonntag geht’s dann zum Zwölften Crimmitschau. Anpfiff ist um 17 Uhr.

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