Daniel Wrobel ist der Fels in der Brandung

Erstellt: 2. November 2006, 00:00 Uhr
Daniel Wrobel ist der Fels in der Brandung Ein starker Rückhalt: Jungspund Daniel Wrobel bringt mit seinen Paraden die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung. Foto: Simecek

Steelers weiter im Aufwind – 4:1-Sieg gegen Landsberg:

Der SC Bietigheim-Bissingen ist gegen den Aufsteiger und direkten Tabellennachbarn EV Landsberg zu einem 4:1-Sieg gekommen. Damit holte der Eishockey-Zweitligist aus den letzten sechs Partien ganze 13 Punkte. Entscheidenden Anteil an diesem Aufschwung nach dem enttäuschenden Start hat auch Goalie Daniel Wrobel, der am Dienstagabend zum Spieler des Abends gekürt wurde.

VON MIRKO BÄHR

Die eigentliche Nummer zwei in Diensten des SCBB ist mächtig gut in Schuss. Alle Partien, die die Steelers von Beginn an mit Wrobel im Kasten bestritten, wurden gewonnen. Der talentierte Jungspund hat mit seinen starken Leistungen die ursprüngliche Nummer eins, Jason Elliott, erst einmal verdrängt. Der Kanadier muss sich vorerst mit einem Tribünenplatz zufrieden geben. Während Elliott einen Gegentorschnitt von 3,41 aufweist, muss Wrobel nur 2,36 Treffer pro Partie hinnehmen.

 Gegen Landsberg sicherte er mit 20 Paraden den Sieg der Bietigheimer. Immer wenn es brenzlig wurde, war der 20-Jährige zur Stelle. Keine große Überraschung also, dass Wrobel nach der Partie zum besten Mann in den Reihen der Hausherren gekürt wurde. „Die Statistiken sprechen für sich“, freut sich Liebsch über sein derzeitiges Luxusproblem. Zwei starke Keeper hat nicht jeder Zweitligist in seinen Reihen. „Das ist doch gut für die Mannschaft“, erklärt der Coach, der zur Zeit den Deutschen eine Nasenlänge vor dem Kanadier sieht.

 Eigentlich sollte Daniel Wrobel in zehn bis zwölf Spielen zum Einsatz kommen, um sich zu beweisen, doch es könnten noch viel mehr werden. „Jason akzeptiert die Entscheidung, hängt sich voll rein und wartet auf seine Chance. Wenn er sie bekommt, will er sie auch nutzen“, freut sich Liebsch über die Einstellung der derzeitigen Nummer zwei. Alles andere als überraschend ist für ihn auch die Entwicklung des jungen Keepers mit der Nummer 63. „Das er talentiert ist, das weiß jeder“, so Liebsch. Allerdings habe der gebürtige Stuttgarter sehr hart an sich gearbeitet. „Das zahlt sich jetzt aus. Er ist heiß, will sich beweisen.“

 Zum Spiel: Am Ende einer lange Zeit ausgeglichenen Begegnung stand es 4:1 für die Hausherren. Das Match begann ganz nach dem Geschmack der 1436 Fans, sofern sie den Steelers die Daumen drückten. Bereits nach sieben Minuten führte der SCBB nämlich mit 2:0. Vier Minuten und drei Sekunden waren genau absolviert, als Alexandre Jacques im ersten Powerplay die Führung erzielte. Dan Bjornlie und David Gosselin waren die Vorbereiter. Knapp drei Minuten später erneut Powerplay. Diesmal versenkt David Gosselin den Puck im Gästekasten. Dan Bjornlie und Alexandre Jacques assistierten ihm dabei.

 Die Steelers kamen im Anschluss zu weiteren guten Möglichkeiten, ließen diese aber ungenutzt und so kamen die Aufsteiger immer besser in die Partie. Einen Treffer sollte ihnen aber nicht mehr gelingen, obwohl sie doch gleich dreimal in Überzahl agierten. Die Bietigheimer verteidigten geschickt. Im zweiten Durchgang nahmen die Steelers das Tempo aus dem Spiel. Die Gäste hatten nun mehr Platz und bedankten sich dafür auf ihre Art. Christian Wichert besorgte nach 32 Minuten den Anschlusstreffer.

 Jetzt wurde es wieder schwungvoller. Beide Teams legten den Vorwärtsgang ein. Nun war Steelers-Keeper Daniel Wrobel der Fels in der Brandung. Mit starken Paraden hielt er den Vorsprung fest. Das beflügelte auch seine Mitspieler. Vier Minuten nach dem Anschlusstreffer stellte David Gosselin mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her. Ein schönes Tor. Aus spitzem Winkel brachte er den Puck von der rechten Seite im Gehäuse von Dennis Endras unter. Jacques und Christian Grosch leisteten die Vorarbeit. Weitere gute Möglichkeiten konnte beide Teams nicht in Zählbares ummünzten.
 Im letzten Drittel waren die beiden Sünderbänkchen gut gefüllt. Strafen im Minutentakt. Die Steelers kamen zwar im Powerplay zu guten Möglichkeiten, aber der Puck wollte einfach nicht ins Tor. Die vorzeitige Entscheidung hatte Petr Mares auf dem Schläger. Auf dem Weg zum Tor wurde er jedoch gefoult. Hauptschiedsrichter Neubert entschied auf Penalty. Mares trat selbst an – und scheiterte. Besser machte er es in der 56. Minute, als er nach Bjornlie-Pass den Puck aus halb linker Position ins Gästetor schlenzte. Durch diesen Sieg und der gleichzeitigen Niederlage der Regensburger in Schwenningen, schieben sich die Steelers auf den sechsten Tabellenplatz vor. Das nächste Heimspiel findet am Sonntag, um 18.30 Uhr, statt. Zu Gast sind die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Bereits am Freitag geht es zum Rückspiel nach Landsberg. Ob auch Nick Smith und Markus Wieland auflaufen können, ist noch fraglich. Am Dienstag mussten beide wegen Adduktorenproblemen vorzeitig vom Eis.

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