Bockiger Bulle bleibt stets der Sieger

Erstellt: 29. Juni 2006, 00:00 Uhr
Bockiger Bulle bleibt stets der Sieger Wagt sich auch ohne Reiterfahrung auf den Bullen: Cebeci Senol. Foto: Fotomoment

Bullriding: Wettbewerb des Maulbronner Reit- und Fahrvereins bringt Teilnehmer an ihre Grenzen.

Bullriding ist ein ungewöhnlicher Sport, der in unseren Breiten nicht besonders häufig vorkommt. Am vergangenen Freitag konnten sich die Teilnehmer des Bull-Riding-Wettbewerbs in der Reithalle des Maulbronner Reit- und Fahrvereins einem ungewöhnlichen Härtetest unterziehen.

VON VOLKER HENKEL

21 Teams wagten sich insgesamt auf das bockige, elektronisch gesteuerte Tier in der Reithalle. Vor ein paar Jahren hatten das das auch einige Reiterinnen des Maulbronner Vereins getan. Und das einzigartige Erlebnis auf dem Bullen ist ihnen im Gedächtnis geblieben. Grund, jetzt mit einem eigenen Bull-Riding-Wettbewerb eine neue Veranstaltung ins Leben zu rufen. Dieser war für jeden offen. Bedingung für einen feurigen Ritt war das Zustandekommen eines Teams, das sich aus drei Startern zusammensetzte. Jede Mannschaft durfte zwei Durchläufe machen und die besten fünf Teams traten in einem Finale gegeneinander an. Dieses konnte am Freitag die Jugend des Maulbronner Reit- und Fahrvereins fü sich entscheiden. Alice Hoffmann, Mareike Stippl und Chiara Epp erhielten den Siegerpokal.

 Eine Erfahrung war es für alle Teilnehmer, darunter viele, die noch nie auf dem Rücken eines Tieres gesessen haben. Auch Cebeci Senol trat ohne Reiterfahrung mit zwei Freunden bei dem Wettbewerb an. Die Aussage seines Freundes konnte der 30-jährige nicht bestätigen. „In der Türkei ist er mal auf einem Esel geritten“, witzelte der Freund über seinen Kumpel Cebeci Senol. Der Ritt auf dem elektrischen Bullen war eine aufregende Angelegenheit. Janine Lorenz reitet in Maulbronn, aber nach dem Abwurf von der Bull-Riding-Maschine, zitterten ihre Hände. „Bei mir wackelt alles“, meinte die 13-Jährige. „Ein Pferd wackelt zwar, aber nicht so heftig und so unberechenbar“, drückte Chiara Epp ihre Eindrücke aus. Sie fand das Bull-Riding-Turnier „cool“. Und ein Erfolgsrezept, um sich möglichst lange zu halten, hatte sie auch. „Nicht auf den Kopf schauen und nach hinten lehnen“.

 Auffallend gut hielt sich Sven Spohrmann. Er gehörte zum Team der Freiwilligen Feuerwehr Zaisersweiher. Als einziger bewältigte er die siebte von insgesamt zehn Stufen. Danach wurde auch er abgeworfen.

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