Blau-Gelb hechelt erneut hinterher

Erstellt: 31. Januar 2012, 00:30 Uhr
Blau-Gelb hechelt erneut hinterher Scheinbar unerreichbar: Christian Jaehdeke (li.) streckt sich ebenso vergeblich nach dem Ball wie sein HC Blau-Gelb Mühlacker nach Punkten. Foto: Zschorsch

Von Dieter Glauner

Mühlacker. Für Blau-Gelb Mühlacker wird die Luft in der Handball-Landesliga immer dünner. Die Senderstädter sind im Heimspiel mit dem TV Büchenau erneut leer ausgegangen: Endstand 24:28. Währenddessen punkteten die ebenfalls abstiegsgefährdeten SV Langensteinbach und SG Kronau/Östringen III.

Mühlacker fand gegen Büchenau zunächst überhaupt nicht ins Spiel, nach der schnellen 7:1-Führung des Gastes drohte sogar eine Schlappe. Dann fingen sich die Senderstädter und waren beim 11:12 in der 27. Minute sogar wieder dran. Zwei technische Fehler ermöglichte Büchenau dann aber doch mit 15:12 eine deutlichere Pausenführung. Diesem Rückstand hechelten die Blau-Gelben über die gesamte zweite Spielhälfte hinterher. Als Trainer Edin Pivac in den Schlussminuten beim 24:26-Rückstand eine offene Manndeckung anordnete, nutzte der Gast die sich dadurch bietenden Freiräume mit zwei weiteren Treffern zum 24:28-Endstand.

Kein guter Spieltag war es auch für die anderen beiden Landesligisten aus dem Handballkreis Pforzheim. Der TV Ispringen war ins Verfolgerduell gegen die HSG Rintheim mit Skepsis gegangen, nachdem die Verletzung von Andreas Schneider als Bänderriss diagnostiziert worden und damit ein weiterer der Haupttorschützen ausgefallen war. Zwar lief Christian Apel wieder mit auf, dessen Rückstand nach sechswöchiger Zwangspause aber nicht zu übersehen war. Hinzu kam ein hoch motivierter Gegner, der nach der deutlichen Vorrundenniederlage richtig heiß war.

Trotzdem hielt Ispringen mit, kämpfte sich nach dem 8:11-Rückstand bis zum 13:13-Pausenstand wieder ran und war auch noch beim 20:21 in der 45. Minute dabei. In der Schlussviertelstunde machte sich dann aber die breitere Bank der Karlsruher deutlich bemerkbar. Als Ispringen in dieser Phase auch noch zwei Siebenmeter und auch freie Einschussmöglichkeiten ausließ, zog Rintheim Treffer um Treffer weg, um den verdienten, aber eindeutig zu hohen Sieg, bis zum Abpfiff auf deutliche 28:22 Tore auszubauen.

Für die SG Pforzheim/Eutingen III war es nicht gerade von Vorteil, nach der überraschenden Niederlage des TV Neuthard in der Vorwoche beim Tabellenführer antreten zu müssen. Die Gastgeber zeigten sich diesmal hochkonzentriert und standen vor allem in der Abwehr wie die Bank von England. Bis zur 17. Minute (8:2) vermochte „Eutingen III“ die Bruchsaler gerade zweimal zu überwinden, bis zum 15:8-Pausenstand hielt man dann eher mit. Auch nach dem Seitenwechsel behielt Neuthard das Heft sicher in der Hand und baute den Vorsprung über 27:15 in der 45. Minute bis zum Abpfiff auf 33:22 Treffer aus. Kein Pardon kannte im übrigen Lars Johann. Der frühere Eutinger markierte gegen seinen Ex-Club nicht nur sechs Treffer, sondern war auch ein Stabilisator der Neutharder Abwehr.

HC Blau-Gelb Mühlacker: Müller, Shakshir – Jaehdeke (2), Goll (7), Reiß (4), Ufrecht (4), Kusch, S. Haag, Kugel (2), Laurinyecz (3), Mauch (2), Kilper, P. Haag

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