Beliebte Puzzle-Aktion geht weiter

Erstellt: 31. Dezember 2009, 00:00 Uhr
Beliebte Puzzle-Aktion geht weiter „Puzzeln ohne Grenzen“ ist auch im neuen Jahr im Mühlehof von Mühlacker möglich. Hilde Lange puzzelt mit Enkelin Marea Leppert. Foto: Stahlfeld

Entgegen den Planungen darf im Mühlehof weiter mit den Logi-Steinen gespielt werden

Mühlacker. Im Mühlacker Mühlehof darf auch im neuen Jahr gepuzzelt werden. Mindestens noch bis Ostern können Alt und Jung beim Spiel mit den bunten Logi-Bausteinen ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Von Ulrike Stahlfeld

 „Die Aktion war und ist ein großer Erfolg“, ist Diplom-Ingenieur Bernhard Haas zufrieden. Der Echo-Geschäftsführer weiter: „In der Zeit, in der wir mit der Stadt neue Wege zur Erreichung der vor ungefähr vier Jahren gemeinsam formulierten Ziele suchen, haben wir eine wunderbare Chance, unsere Räumlichkeiten Kindern und Künstlern zu überlassen.“ Um die Räume im Mühlehof zu beleben, können seit September Kinder und auch Erwachsene bei freiem Eintritt immer donnerstags von 14 bis 18 Uhr puzzeln. Ursprünglich war das Angebot bis Endes des Jahres 2009 begrenzt.

 Doch nun warten im neuen Jahr Tausende von Lego-ähnlichen Steinen darauf, zu Türmen, Häusern oder fantasievollen Figuren verbaut zu werden. Durch die Multifunktionalität der Steine siind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Die Steine besitzen nur zwei Noppen. So kann man auch im Kreis bauen“, erklärt Holk Stetter aus Dürrmenz, der gemeinsam mit Natascha Bauder die Besucher betreut. Die Dürrmenzerin Natascha Bauder ist die Tochter des Erfinders der Steine: Hans-Jörg Bauder kam auf die Idee, nachdem ihn seine Enkeltochter fragte, warum man die herkömmlichen Bausteine nicht drehen könne. Dafür haben in den vergangenen Monaten in Mühlacker viele andere Menschen die Faszination von „Puzzeln ohne Grenzen“ für sich entdeckt. Schon Zweijährige erproben ihre Baukünste an den größeren Steinen, wie Holk Stetter und Natascha Bauder beobachteten.

 Aber auch 16-jährige Jungen fühlten sich herausgefordert. „Und die Mütter sehen erst zu und fangen dann auch zu spielen an“, berichtet Holk Stetter. Vor allem fünf- bis zehnjährige Kinder besuchten die Spielnachmittage. Hilde Lange kommt gerne mit ihren Enkelkindern in den Mühlehof: „Ich finde es toll, bin ganz begeistert.“ Die Steine forderten auch Erwachsene heraus. „Man muss den Kopf anstrengen und überlegen. Es ist wie ein Fieber, das einen nicht mehr loslässt“, sagt sie, während die fünfjährige Enkelin Marea Leppert eine kleine Pyramide baut. Wie Erfinder Hans-Jörg Bauder betont, sind der schöpferischen Kraft der Kinder keine Grenzen gesetzt: „Durch diese Anwendungen werden selbstständiges Denken, Kreativität und höhere kognitive Funktionen bei Kindern gefördert.“

 Während des Weihnachtsmarktes in Mühlacker war der Puzzlespaß jeden Tag geöffnet. Selbst Kindergeburtstage wurden schon im Spielparadies gefeiert, wie Holk Stetter erzählt. Zumindest bis Ostern soll das Angebot weiter bestehen. Wie es danach weitergeht, hängt nach Auskunft von Echo-Geschäftsführer Haas davon ab, ob die Stadt Mühlacker ihre ursprünglichen Ziele (attraktiver Einzelhandel, Belebung von Konrad-Adenauer-Platz und Fußgängerzone) verfolgt. Der nächste Spielnachmittag ist am 7. Januar 2010.

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