Beiderseits starkes Selbstbewusstsein

Erstellt: 30. März 2010, 00:00 Uhr
Beiderseits starkes Selbstbewusstsein Voller Einsatz vorgestern gegen schwache Bissinger: Simon Roller (li.) würde gegen Wiernsheim gerne wieder dreimal treffen. Foto: Fotomoment

TSV Wiernsheim und Phönix Lomersheim gehen mit frischen Erfolgserlebnissen morgen ins direkte Duell

Vor dem Nachholspiel beim TSV Wiernsheim hat Phönix noch einmal tüchtig Selbstvertrauen getankt. Dem souveränen 3:0-Sieg gegen die Spvgg Bissingen wollen die Lomersheimer nun einen Erfolg auf der Platte folgen lassen. Beim Hinspielsieg war Simon Roller der Matchwinner für Phönix.

Von Steffen-Michael Eigner

Mühlacker-Lomersheim. Dreimal traf Simon Roller beim 3:2-Heimerfolg über Wiernsheim zu Beginn der Saison. „Wenn das jetzt wieder so kommt, bin ich zufrieden“, sagt der 35-jährige Stürmer und lacht. Letztendlich ist dem Routinier allerdings herzlich wurscht, wie oft er selbst ins Netz trifft: „Hauptsache, ein Sieg.“

Der wäre angesichts der Tabellensituation nicht unwichtig. Lomersheim ist zwar Fünfter, doch kurioserweise ist der Punktabstand zur Abstiegszone deutlich geringer als zu Platz zwei. Phönix hat 27 Zähler, das sind 13 Punkte weniger als der Tabellenzweite Gemmrigheim, aber nur neun mehr als der Drittletzte FC Gündelbach.
 Und noch etwas spornt die Lomersheimer an: Wiernsheim liegt exakt einen Punkt besser in der Tabelle, und ihren alten Kameraden Frank Scheible zu überholen, würde den Phönix-Kickern auf jeden Fall schmecken.

Klasseleistung mit dem letzten Aufgebot

 Dass der 3:0-Sieg über die Spvgg Bissingen vorgestern nicht allzu harte Arbeit war, kam Phönix entgegen. „Das war souverän und hochverdient“, sagt Roller auf Sonntag zurückblickend. „Sascha Wächter hat im ganzen Spiel nur zwei Schüsse auf sein Tor bekommen. Bissingen war recht schwach, in der Hinrunde waren sie stärker.“ Für eine gesunde Portion Selbstvertrauen war Bissingen als Aufbaugegner aber allemal recht. „Das 3:0 war auch Wiedergutmachung für unsere schwache Leistung beim Spiel in Sersheim die Woche zuvor“, fügt Simon Roller hinzu.

 Selbstvertrauen hat aber auch Wiernsheim vorgestern getankt. „Das war klasse, was wir gespielt haben. Alle haben sich reingehängt“, ist Trainer Frank Scheible ganz begeistert. Dabei hatte er nach acht verletzungs- und berufsbedingten Ausfällen das quasi „letzte Aufgebot“ auf den Rasen geschickt. Dass es nach einer 3:0-Führung nur noch zu einem knappen 3:2-Erfolg beim abstiegsbedrohten FC Gündelbach reichte, sei angesichts der dünnen Personaldecke kein Dämpfer für die Psyche. Im Gegenteil.

 Auch morgen Abend muss Scheible wohl auf ein halbes Dutzend Akteure verzichten, während bei Phönix nur Sören Brüstle fehlt, der eine Zerrung hat und ohnehin im Urlaub ist. Bange ist dem TSV-Trainer dennoch nicht: „Die am Sonntag auf dem Platz gestanden haben, erheben den Anspruch, in der ersten Elf zu spielen. Und den haben sie eindrucksvoll untermauert.“

 Abgesehen vom direkten Aufeinandertreffen morgen Abend müssen beide Mannschaften in den kommenden Tagen ein zweites Mal zu Pflichtspielen antreten.
 Wiernsheim bestreitet am Ostermontag sein Liga-Heimspiel gegen den Tabellenzweiten VfL Gemmrigheim (15 Uhr).

 Phönix Lomersheim tritt am Mittwoch kommender Woche, 7. April, um 18.30 Uhr zum Viertelfinale im Bezirkspokal Enz-Murr an. Gegner und zugleich Gastgeber der Lomersheimer ist dann der Ligakonkurrent und aktuelle Tabellenführer FV Löchgau II.

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