Bei den Zahlen zwei Brüder im Geiste

Erstellt: 29. Februar 2008, 00:00 Uhr
Bei den Zahlen zwei Brüder im Geiste Überspringen Kapitän Frank Scheible (l.) und seine Lomersheimer die nächste Hürde? Foto: Archiv

Phönix Lomersheim und FSV 08 Bissingen II: erstaunliche Parallelen vor dem Abstiegsduell

Mühlacker-Lomersheim – Punktgleich liegen Phönix Lomersheim und FSV 08 Bissingen II mit je zehn Zählern am Tabellenende der Bezirksliga Enz-Murr. Vor dem Duell der beiden hat das MT einige Parallelen entdeckt – und ein paar kleine Gründe, warum Lomersheim das Spiel am Sonntag gewinnt.

VON STEFFEN-MICHAEL EIGNER

„Wenn wir gegen Bissingen nicht punkten, dann war der Sieg gegen Heimerdingen überhaupt nichts wert“, sagt Claus Piayda, der Trainer des Bezirksliga-Vorletzten Phönix Lomersheim. Dass seine Mannschaft überhaupt Vorletzter ist, dankt sie den drei Punkten vom vergangenen Sonntag, die sie sich gegen den Tabellenfünften Heimerdingen hart erkämpft hat. Damit hat sie den FSV 08 Bissingen, der am kommenden Sonntag um 15 Uhr am Wässerle gastiert, überholt und ihm die rote Laterne des Schlusslichts überreicht, aus der über so viele Wochen einfach kein guter Geist entsteigen wollte.

 A propos Geist: Die beiden Kontrahenten sind gewissermaßen Brüder im Geiste, was die nackten Zahlen angeht. Beide haben zwei Siege, vier Unentschieden und elf Niederlagen zu Buche stehen – ergibt für beide zehn Punkte. 08 Bissingen ist seit zwölf Spielen ohne Sieg, davon neun Niederlagen. Den letzten Dreier verbuchten die Nullachter am 23. September, ein 3:2 gegen DJK Ludwigsburg. Eine Woche zuvor hatte Phönix Lomersheim mit 4:3 seinen ersten Saisonsieg gegen eben jene Ludwigsburger verbucht. Und gegen wen hat 08 Bissingen den anderen seiner beiden Saisonsiege verbucht? Tatsächlich: gegen den TSV Heimerdingen. Am ersten Spieltag schlug Bissingen den selbst ernannten Titelanwärter mit 4:1 und startete dadurch gar als Spitzenreiter in die Saison, ließ dann aber eine steile Talfahrt folgen.

 Die Saisonstatistik weist für Sonntag den TSV Phönix Lomersheim als leichten Favoriten aus, obwohl das Team vom Wässerle bislang die schlechteste Heimmannschaft ist. Doch die Konkurrenz aus Bissingen hat auswärts bis dato nur zwei Unentschieden geholt und bereits 33 Gegentreffer kassiert – weit mehr als jedes andere Team der Liga auf fremdem Platz. Phönix Lomersheim als „Nummer zwei“ in dieser Statistik bringt es auf „nur“ 23 Auswärts-Gegentreffer.

 Auch in Sachen Torgefahr lässt der FSV 08 Bissingen keinem Gastgeber die Knie schlottern. Lediglich neunmal hat das Schlusslicht auf fremdem Platz ins gegnerische Netz getroffen, nur der TSV Schwieberdingen II (zwei Auswärtstore) ist da schlechter.
 Angesichts solcher Werte dürfte Phönix Lomersheim Morgenluft wittern und seinen zwölf Heimtoren gegen Bissingen einige hinzufügen, dagegen das Konto der 18 Gegentore auf eigenem Platz keinesfalls aufstocken wollen. Dann könnte das Prädikat „schwächste Heimelf“ nach diesem Spieltag dem „Verfolger“ TSV Pflugfelden zukommen.

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