Baum begräbt Kleinwagen unter sich

Erstellt: 30. Mai 2007, 00:00 Uhr
Baum begräbt Kleinwagen unter sich Wenig Blau, viel Grün: Von dem erschlagenen Pkw auf dem Innenstadt-Parkplatz ist nicht mehr viel zu erkennen. Foto: Sadler

In der Mühlacker Innenstadt abgestellter VW Polo wird völlig zerstört – Besitzerin: „Ich hörte es krachen“

Mühlacker – Ein spektakuläres Bild bot sich gestern, gegen 12.20 Uhr, mitten in Mühlacker: Ein entwurzelter Baum zerquetschte ein geparktes Auto.

VON THOMAS SADLER

Der Parkplatz im rückwärtigen Bereich der Bahnhofstraße, neben dem „Kleinen Till“, ist ein ruhiges Fleckchen. Außer ein paar Autofahrern, die hier ihre Fahrzeuge abstellen, kommt kaum jemand hierher. Doch gestern Mittag stand das Gelände im Mittelpunkt eines nicht alltäglichen Einsatzes der Feuerwehr. Grund: Ein an einem Abhang über den hinteren Parkplätzen stehender Baum kippte plötzlich nach vorn und machte einen VW Polo platt.
 
Der blaue Kleinwagen wurde von der grünen Wucht fast komplett bedeckt. Feuerwehrmänner machten sich daran, Stamm und Äste zu zersägen und den Pkw freizulegen. Die genaue Ursache des Schwächeanfalls des Baums steht nicht fest: „Erst Trockenheit, dann Regen und Wind“, mutmaßt Joachim Chardoussin, Sohn der Geländeeigentümerin, als möglichen Auslöser, bei dem es sich um eine heftige Böe ebenso gehandelt haben kann wie um schleichende Erosion.

 Die Besitzerin erlebte das Unglück aus sicherer Entfernung. Weiche Knie bekam sie trotzdem. „Der Schock kommt erst hinterher“, sagt Christine Schwindt dem Mühlacker Tagblatt. Gewöhnlich sieht sie von ihrem Arbeitsplatz in einem Optiker-Fachgeschäft direkt zu ihrem Polo. Gestern bot sich ihr jäh ein anderer Anblick. „Ich hörte es krachen, und plötzlich habe ich nur noch Grün gesehen. Zuerst traute ich mich gar nicht rüber.“ Neun Jahre alt sei ihr VW. Noch im vorigen Jahr wurde er, als ihr jemand hinten reingefahren sei, „runderneuert“. Derlei ist jetzt nicht mehr nötig: „Ich glaube, jetzt brauche ich keine Werkstatt mehr anzurufen.“ Abgesehen von dem materiellen Schaden, tut ihr vor allem eines weh: „Mein Kuscheltier, ein Elch, ist noch im Auto.“ Ob der den Aufprall „überlebt“ hat, ist in der Tat fraglich.

 Welche Aussichten, Hilfe von der Versicherung zu bekommen, hat jemand grundsätzlich in solchen Fällen? „Das ist ein typischer Teilkaskoschadensfall“, sagt Ralf Grieser von der Allianz in Mühlacker, von unserer Zeitung generell auf derlei Ereignisse angesprochen. Sturmschäden und herabfallende Äste decke die Teilkasko ab. Wer jedoch diese Versicherung – oder gar eine Vollkaskoversicherung – nicht abgeschlossen habe, „geht wahrscheinlich leer aus“, so Experte Grieser.

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