Badesaison startet am Tiefen See

Erstellt: 13. Mai 2008, 00:00 Uhr
Badesaison startet am Tiefen See Am Samstag wurde in Maulbronn die Badesaison eröffnet. Foto: Stahlfeld

 Maulbronner Naturfreibad bei Touristen immer beliebter – Sanierung
 fortgeführt

Maulbronn – 16 Grad Celcius! Die Wassertemperatur war eher was für Hartgesottene. Julia Räuchle, Janin Seiz und Jan Höttges fühlten sich am Samstag im „Tiefen See“ in Maulbronn pudelwohl. Die Jugendlichen gehörten zu den ersten Badegästen, welche die diesjährige Badesaison im sanierten Naturfreibad schwimmend eröffneten.

VON ULRIKE STAHLFELD

Bürgermeister Andreas Felchle dagegen übernahm den offiziellen Part. Schließlich galt es nicht nur, wie jedes Jahr, die Badesaison zu eröffnen. Heuer berichtete der Schultes zugleich über den Abschluss der Sanierungsmaßnahmen im Naturfreibad. In deren Rahmen waren in den vergangenen fünf Jahren zur dauerhaften Unterhaltung rund 130000 Euro investiert worden.

11500 Euro flossen nach Angaben von Felchle bereits 2002 in die Sanierung des Kioskes. Der Raum des Bademeisters wurde auf Vordermann gebracht und 2006 waren für weitere 40000 Euro der Umbau der Toiletten sowie der Einbau eines Frühbaderaumes an der Reihe. Im vergangenen Winter nun wurden der Belag und die Umkleidekabinen erneuert.

Des Weiteren wurde laut Felchle die „Seeschlange“ eingefangen, also die Leitung die dem See Frischwasser zuführt, wieder am Grund befestigt. „Ausgezeichnete Wasserqualität“ bescheinigte der Schultes. Einziges Risiko sei der Mensch, betonte er und räumte ein, dass ein stehendes Gewässer zum Veralgen neige, weshalb das Frischwasser reingepumpt werde.

 Eine „offene Flanke“, sprich ein noch ungelöstes Problem, sei der Grund des Sees. Von einem tiefen See im eigentlichen Sinne könne schön längst nicht mehr gesprochen werden. Messe das Gewässer an seiner tiefsten Stelle doch gerade Mal drei Meter. Felchle: „Das wird unser Zukunftsproblem.“ Man denke über ein Ausbaggern nach. Allerdings werfe die „fließende Masse“ organisatorische Problem auf.

 Der Schultes bescheinigte dem Tiefen See eine große Bedeutung für den Tourismus und Naherholungssuchende. Felchle: „Er ist ein wunderschöner Ruhepunkt.“ Immer mehr Touristen entdeckten das Gewässer als Badesee: „Eine sehr, sehr wichtige Einrichtung für die Stadt Maulbronn.“ Die beherbergt kaum Technik und keine Heizung. „Die eigentlichen Betriebskosten sind überschaubar“, betonte Felchle und berichtete von weiteren 70000 Euro, die in Gehwegsarbeiten rund um den See und die Anlage von Parkplätzen flossen.

 „Insgesamt sind 200000 Euro investiert worden, die den Gästen des tiefen Sees zugute kommen“, stellte der Bürgermeister fest, während sich am und im See die ersten Gäste tummelten. Die zwölfjährigen Julia Räuchle und Janin Seiz sowie der 15-jährige Jan Höttges hatten sichtlichen Spaß im kühlen Nass. Und scheuten vor nichts zurück. Als Besitzer von Frühbadeschlüsseln nahmen sie bereits zwei Tage zuvor ihr erstes Bad. Da waren gerade mal 14 Grad gemessen worden.

 Das Naturfreibad „Tiefer See“ hat täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Badesaison endet mit den Sommerferien im September. Im vergangenen Jahr waren, so Bademeister Matthias Horn, rund 15000 Besucher gezählt worden. Genau 100 Maulbronner besitzen nach seinen Angaben einen Frühbaderschlüssel und können auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeit ein kühles Bad in dem Naturfreibad nehmen.

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