Aussprache reinigt die Gewitterluft

Erstellt: 29. Januar 2011, 00:00 Uhr
Aussprache reinigt die Gewitterluft Bürgermeister Harald Eiberger stand zuletzt heftig in der Kritik und hat sich jetzt mit den Fraktionssprechern des Gemeinderats ausgesprochen. Inzwischen sehen alle Beteiligten wieder mit Optimismus nach vorne. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden. Foto: privat

Schultes Eiberger und Fraktionssprecher reden Tacheles – Zeichen stehen auf Klimawandel

Illingen. Gestern Nachmittag haben sich Illingens Bürgermeister Harald Eiberger und die vier Fraktionsvorsitzenden gründlich ausgesprochen, nachdem die Fraktionen zuletzt öffentlich den Führungsstil des Bürgermeisters heftig kritisiert haben. Sie werfen ihm Alleingänge und Defizite in der Informationspolitik vor.

Von Frank Goertz

 „Ich hatte das Gefühl, dass die öffentliche Kritik ihn doch sehr beschäftigt hat“, erklärte gestern Abend SPD-Fraktionssprecher Klaus Kluge unmittelbar im Anschluss an das Gespräch, das „sehr angenehm, offen und ausgesprochen konstruktiv“ verlaufen sei.

 „Wir haben unsere Kritikpunkte noch einmal klipp und klar auf den Punkt gebracht“, berichtet UBL-Sprecherin Ingeborg Beller. „Auch wenn solche Konfrontationen wirklich keinen Spaß machen“, deutet sie an, dass das Gespräch tatsächlich sehr in Tiefe gegangen sein muss.  

 Offenbar haben die Sprecher der Ratsfraktionen den Bürgermeister erreicht. „Man konnte deutlich spüren, dass der Wille zu einer besseren Zusammenarbeit vorhanden ist“, zieht Beller ein positives Fazit. „Vielleicht ist die Situation jetzt so ähnlich wie nach einem kräftigen Gewitter in der Ehe.“

 Damit erst gar kein neues Donnergrollen am Horizont von Illingen aufziehen kann, haben die Fraktionssprecher und Bürgermeister Harald Eiberger vereinbart, die Gespräche fortzusetzen. „Wir haben wirklich die Hoffnung, das sich etwas bewegt“, erklären Beller und Kluge unisono.

 Erste positive Anzeichen haben die Fraktionssprecher schon in der Ratssitzung am vergangenen Mittwoch ausgemacht. Dort hatte Harald Eiberger einen Bürger mit Statements in der Fragestunde ausführlich zu Wort kommen lassen, obwohl – streng genommen – nur Fragen zulässig sind und alles andere vom Bürgermeister in der Vergangenheit oft kategorisch unterbunden wurde. Dass Brigitte Schwendemann-Ragowski, die Vorsitzende der Kleingartenfreunde, sich dann plötzlich mitten in der laufenden Sitzung zu Wort meldete, konnte Eiberger allerdings doch nicht zulassen und musste sie darauf aufmerksam machen, dass in der Sitzung ausschließlich Gemeinderäte ein Rederecht haben. „Er hat jedoch eingelenkt, als ich beantragt habe, die Vereinsvorsitzende als sachkundige Bürgerin zu hören“, sieht Kluge nach der jüngsten Ratssitzung und der gestrigen Aussprache eindeutig mehr positive Signale als weitere atmosphärische Störungen. Da auch Ingeborg Beller den Optimismus teilt, könnten die Zeichen in Illingen auf Klimawandel stehen.

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