Athletin hat Peking fest im Blick

Erstellt: 31. Januar 2007, 00:00 Uhr
Athletin hat Peking fest im Blick Stefanie Stüber (blaues Trikot) ist „zurzeit gut drauf“ – Für das große Ziel „Olympia“ braucht sie starke Nerven. Foto: p

Ringerin Stefanie Stüber aus Mühlacker hat Chancen, bei den Olympischen Spielen 2008 auf der Matte zu stehen:

Ringerin Stefanie Stüber steht von jetzt an unter verschärfter Beobachtung. Denn die Olympischen Spiele, die im nächsten Jahr in Chinas Hauptstadt Peking ausgetragen werden, rücken näher. Gegen drei Konkurrentinnen muss sich die Kämpferin durchsetzen, um 2008 für Deutschland auf der Matte antreten zu können.

VON MAIK DISSELHOFF

„Stefanie ist zurzeit gut drauf“, sagt Manfred Stüber, der Vater der Ringerin, der in Mühlacker lebt und seine Tochter bei nationalen Wettkämpfen noch häufig als Betreuer begleitet. „In Bayern war sie gerade auf einem Lehrgang und hat Kondition trainiert“, berichtet Stüber, der selbst über viele Jahre auf der Matte erfolgreich gewesen ist. Am Wochenende hat Stefanie Stüber, die in Mühlacker den Grundstein für ihre steile sportliche Karriere gelegt hat, den ersten Platz bei den Offenen Landesmeisterschaften in Alzenau belegt. Für die Ringerin, die im Nationalkader steht, war der Wettkampf ein wichtiges Pflichtturnier. Nach drei klaren Schultersiegen stand sie als Siegerin in der Gewichtsklasse 67 Kilogramm in ihrer Gruppe fest. Im Finale musste sie gegen Stephanie Groß ran. Stüber entschied den Kampf für sich. Damit setzte sie ein Zeichen. Denn Groß ist nicht irgendeine: Sie hat elfmal die Deutsche Meisterschaft gewonnen, Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften geholt und war 2004 bei Olympia dabei.

 Gleich nach den Landesmeisterschaften in Alzenau hat Manfred Stüber seine Tochter auf den Flughafen gebracht. Zielort: Colorado Springs. Dort trainiert Stüber zusammen mit Ringern aus den Vereinigten Staaten. An den Lehrgang schließt sich ein Turnier an, das sich über vier Tage erstreckt. „Im technischen Bereich muss sie noch am meisten tun“, nennt der Vater eine Baustelle von Stefanie, die im Olympiastützpunkt in Schifferstadt trainiert.

 Mit der Konkurrenzsituation im Vorfeld von Olympia komme sie allerdings gut klar, meint Manfred Stüber und fügt hinzu: „Sie ist mental stark.“ Im vorolympischen Jahr ist jeder Wettkampf ein ernst zu nehmender Test. In der zweiten Märzwoche steht die Deutsche Meisterschaft an. Im September folgt dann der Turnier-Höhepunkt mit der Weltmeisterschaft im Ringen in Aserbaidschan. Dass Stüber sich wohlfühlt, liegt auch daran, dass sie vor Wettkämpfen nicht mehr so viel Gewicht machen müsse, erläutert Manfred Stüber. „Sie fühlt sich in der Gewichtsklasse 63 Kilogramm wohler und kann aufgrund der höheren Einstufung an Kraft zulegen.“ Fakt ist: die Landesmeisterschaft in hat erneut gezeigt, wie stark Stüber ist. Mit ein wenig Glück kann sie den Sprung von Mühlacker über Schifferstadt nach Peking schaffen.

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