Annahmestelle für Äpfel geöffnet

Erstellt: 26. August 2008, 00:00 Uhr
Annahmestelle für Äpfel geöffnet Äpfel wiegen: Danute Schneider (l.), Lieferantin Roswitha Kleinbeck. Foto: Sadler

Obstbauern können auf dem Hangensteiner Hof in Dürrmenz ihren Ertrag abgeben

Mühlacker – Seit Samstag können Obstbauern ungefähr zehn Wochen lang ihre frisch geernteten Äpfel bei der Annahmestelle des Hangensteiner Hofs in Dürrmenz abgeben.

VON THOMAS SADLER

Sack für Sack wuchten der Kunde Frank Müller und Danute Schneider, die mit ihrem Mann Eberhard den Hangensteiner Hof betreibt, auf die Waage. 147 Kilogramm kommen zusammen. „Das dürfte die Hälfte der diesjährigen Ernte sein“, schätzt Franks Mutter Anneliese, in deren Garten ungefähr 15 Apfelbäume stehen und die Wert darauf legt, dass ihr Obst „ungespritzt“ sei. Sie geben ihre bereits geernteten Äpfel beim Hangensteiner Hof ab und bekommen dafür ein entsprechendes Entgelt. „Selber Saft daraus zu machen, lohnt sich nicht, da wäre der Arbeitsaufwand zu groߓ, sagt Frank Müller.

 Der Ertrag falle in diesem Jahr wohl gut aus, zeigt sich die Pinacherin zuversichtlich. Jedenfalls besser als 2007, als sie kein Obst zum Abgeben gehabt habe.
 Kaum sind die Müllers weg, treffen die nächsten Anlieferer ein. Zum Beispiel das Mühlacker Ehepaar Werner und Roswitha Kleinbeck. Sie haben ein Grundstück gepachtet, auf dem ein paar Apfel- und andere Obstbäume stehen. 61 Kilogramm schwer ist die Ausbeute, die zuerst gewogen wird und dann über ein Förderband in einen Sammelcontainer wandert. „Saft brauchen wir nicht, wir haben noch genug vom letzten Jahr“, erzählt Roswitha Kleinbeck, ehe sie dem nächsten Kunden, der sieben Säcke, prall gefüllt mit Äpfeln, ankündigt, Platz macht.

 Seit Samstag ist die Annahmestelle, ausschließlich für Äpfel, beim Hangensteiner Hof eingerichtet. „Wir haben ungefähr zehn Wochen, also voraussichtlich bis zur ersten Novemberwoche, offen“, informiert Danute Schneider. „Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 14 Uhr.“ Sie und ihr Ehemann nehmen die Lieferungen im Auftrag der BayWa an und werden pro Tonne Obst entlohnt. Die Anlieferer, Bauern und Stücklesbesitzer, erhalten Geld oder Saft – je nachdem, was ihnen lieber ist.

 Schon im vorigen Jahr haben die Schneiders für die BayWa Obst entgegengenommen – damals allerdings nicht in Dürrmenz, sondern auf dem Areal der mittlerweile geschlossenen BayWa-Stelle in Mühlacker. 560 Tonnen Äpfel seien 2007 zusammengekommen, erinnert sich Danute Schneider. Dieses Mal sei das Geschäft eher schleppend angelaufen, weil viele potenzielle Kunden noch gar nicht wüssten, dass ihnen die Annahmestelle in Dürrmenz zur Verfügung steht. Am Samstag seien gerade mal neun Kunden gekommen, sagt sie. Die meisten kämen aus Mühlacker und den Stadtteilen, hin und wieder sei auch ein Auswärtiger darunter.

 Rund 1400 Kilo Äpfel hat Danute Schneider von Samstag bis Montagmittag gewogen und in den Container verfrachtet; nicht besonders viel, wie sie bedauert. Doch der Hauptansturm dürfte erst noch einsetzen. Die ersten Anzeichen einer Belebung sind bereits zu erkennen. Nachdem der Montag flau gestartet ist, löst am Nachmittag ein Obstbauer den anderen quasi nahtlos an der Waage ab.

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