Aloha-Kette und Trikot sind der Hit

Erstellt: 29. Juni 2010, 00:00 Uhr
Aloha-Kette und Trikot sind der Hit Von der Krach-Tröte Vuvuzela über das Trikot oder den entsprechenden Hut: Die Fans der deutschen Elf haben in den Geschäften Mühlackers in Sachen Fanartikel die Qual der Wahl. Foto: Eigner

WM-Artikel verkaufen sich gut – Vor den Spielen von Lahm und Co. zieht der Absatz an

Von Maik Disselhoff

Mühlacker. Die deutsche Nationalelf steht im Viertelfinale, und die Fans stehen Kopf – auch in Mühlacker. Das Spiel mit dem runden Leder ist ein großes Gemeinschaftserlebnis, das mit den entsprechenden Fanartikeln gefeiert werden muss. Vom klassischen Trikot über die schwarz-rot-goldene Aloha-Kette bis hin zu ausgefallenen Hasenohren in den Nationalfarben ist beim Public Viewing auf dem Kelterplatz oder beim anschließenden Autokorso alles zu sehen. „Wir haben uns auf die klassischen Original-Fanartikel der deutschen Mannschaft wie Trikot, Mütze und Schal beschränkt“, sagt Steffen Bandle, Juniorchef von Sport-Bandle in Mühlacker.

 Angesichts des bisherigen Turnierverlaufs ist der Geschäftsmann froh über diese Wahl. „Mit Blick auf das Abschneiden von Italien und Frankreich hätten wir uns mit Trikots dieser Länder böse verkalkuliert.“ Die Nachfrage nach WM-Devotionalien sei auf einem konstant guten Niveau, sagt Bandle.

  Die deutschen Trikots würden auf Kundenwunsch von heute auf morgen mit Namen und Nummer des Lieblingsspielers versehen, wobei Schweinsteiger und Podolski auf der Beliebtheitsskala weit oben rangierten. Trotz des Einzugs ins Viertelfinale glaubt Bandle nicht an eine deutliche Steigerung des Absatzes von Fanartikeln. „Einschlägige Fans sind vom ersten Spiel an ausgerüstet“, ist sich Bandle sicher.

 „Die hochwertigen Fanartikel laufen gut“, berichtet Steffen Vögele, Bereichsleiter beim Kaufhaus Sämann. Bei dieser Weltmeisterschaft entpuppten sich die vielseitig kombinierbaren Aloha-Ketten als Verkaufsschlager. Fest steht, dass sich beim Public Viewing auf dem Kelterplatz niemand ohne sichtbares Bekenntnis zur deutschen Mannschaft zeigen will. „Davon profitieren wir“, macht Vögele deutlich. Immer kurz vor einem Spiel von Lahm und Co. zieht der Verkauf an. Ab Donnerstag dürfte das Geschäft wegen der Partie gegen Argentinien wieder brummen. Neben den Original-Trikots und T-Shirts des WM-Ausrüsters hat Sämann für die Fans auch zahlreiche andere Artikel wie Fahnen, Schminke und auch Vuvuzelas im Angebot. Am meisten wandern jedoch die Trikots über den Ladentisch. „Viele Kunden möchten einfach das deutsche Trikot ohne Nummer und Namen, das stellvertretend für die Leistung des ganzen Teams steht.“ Ohnehin sei es schwierig, bestimmte Spielertrikots vorzubestellen, lassen die Händler durchblicken. Schließlich sei es schwer zu sagen, wer bei einer WM zum Helden wird, so Vögele, der als Beispiel den Fußballer Thomas Müller anführt.

 Bei Beli-Sport in Mühlacker setzt man ebenfalls auf die Original-Trikots und T-Shirts von Adidas. Zu den Kunden gehörten im Übrigen gleichermaßen Männer wie Frauen, sagt Beli-Chefin Christa Engelhardt. Die teuren Original-Bälle würden hauptsächlich an Fußballvereine verkauft. Und die günstigere Variante werde in der Regel von Familien nachgefragt. Auch Christa Engelhardt weiß aus Erfahrung, das der Absatz kurz vor einer wichtigen Begegnung anzieht. Und so hofft natürlich auch sie auf ein Weiterkommen von Jogis Jungs. Die neuen Trikots der Nationalelf findet die Geschäftsfrau vom Design her sehr gelungen. Und sie ist zudem froh, dass die Deutschen nicht die engen Oberteile tragen. Der Grund dafür: „Das steht nicht jedem“, sagt Engelhardt mit einem Schmunzeln.

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