Aktionstag macht Lust aufs Ehrenamt

Erstellt: 28. September 2010, 00:00 Uhr
Aktionstag macht Lust aufs Ehrenamt Organisatoren, Teilnehmer und Gäste des Aktionstages (v. li.): Alexandra Rapp (Mehrgenerationenhaus), Anne Pulinsky (Miteinander leben), Marion Aichele (DRK-Seniorenzentrum), Bürgermeister Winfried Abicht und Ursula Schaier (Bürgerstiftung Mühlacker). Foto: Franz

Soziale Einrichtungen stellen sich im DRK-Seniorenzentrum vor – Bürgermeister Abicht lobt das große Engagement.

Sechs soziale Institutionen aus Mühlacker haben sich am gestrigen Aktionstag „Ehrenamtliches Engagement“ im DRK-Seniorenzentrum Mühlacker vorgestellt. Bürgermeister Winfried Abicht unterstrich die Bedeutung des Ehrenamtes für die Allgemeinheit.

 Von Gerhard Franz

Mühlacker. Am gestrigen Aktionstag haben die Bürgerstiftung Mühlacker, das Mehrgenerationenhaus Mühlacker mit Altenzentrum St. Franziskus, die Jugendbegleiter der Uhlandschule Mühlacker, der Lila Helferkreis der Enzkreis-Kliniken Mühlacker, das DRK-Seniorenzentrum Mühlacker und die Mühlacker Tafel teilgenommen. Alle Institutionen hatten an Stellwänden Bilder und Informationen über ihre Arbeit präsentiert.

 Marion Aichele, die im DRK-Altenzentrum den Sozialdienst leitet, begrüßte als „Hausherrin“ die Gäste. Die Gesellschaft sei auf das ehrenamtliche Engagement von Menschen angewiesen. Durch den persönlichen Einsatz könne in der Gesellschaft etwas bewirkt werden. Ausführlich beleuchtete die Rednerin, was ein Amt sein könne. Damit lasse sich auch Gesellschaft erleben, unterstrich die DRK-Vertreterin.
 Alexandra Rapp, die Leiterin des sozialen Dienstes im Mehrgenerationenhaus, sagte, man werde in regelmäßigen Abständen Leute einladen, die sich ehrenamtlich engagieren. So war der Vater einer beim Amoklauf in Winnenden getöteten Schülerin vor Wochen zu einem Vortrag in Mühlacker. Er engagiert sich mit weiteren Eltern gegen Gewalt an Schulen. Alexandra Rapp wünschte sich beim gestrigen Aktionstag „gute Gespräche und neue Anregungen“. Organisiert wurde der Aktionstag vom Mehrgenerationenhaus, dem DRK und dem Verein „Miteinander leben“.

 „Ich möchte Ihnen allen meinen Dank für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit aussprechen“, sagte Bürgermeister Winfried Abicht, der in Vertretung von Oberbürgermeister Frank Schneider an der Eröffnung des Aktionstages teilgenommen hatte. Nach Aussage von Bürgermeister Abicht solle die Veranstaltung Mut machen, sich ehrenamtlich einzubringen. Der Staat und die Stadt Mühlacker sei auf das ehrenamtliche Engagement von Bürgern angewiesen. Erfreulicherweise gebe es Menschen, die sich auf vielfältigen Gebieten einbringen. Stadt und Staat könnten nicht alle Wünsche auffangen, stellte Winfried Abicht fest. „Das Ehrenamt wird immer wichtiger.“ Der Mühlacker Bürgermeister meinte, es sei für alle Ehrenamtlichen wichtig, ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig auszutauschen. Es gehe auch um das Mitgestalten und -bestimmen.

 Informiert hat der Lila Helferkreis. Ihm gehören zwölf Frauen und drei Männer an. Die Mitglieder des Helferkreises übernehmen ehrenamtliche Tätigkeiten in den Enzkreis-Kliniken Mühlacker. Willkommen sind weitere Helfer beim Mühlacker Tafelladen, den es seit knapp vier Jahren gibt. Dort können Menschen mit geringem Einkommen einkaufen, wenn sie einen Berechtigungsausweis haben. An drei Nachmittagen in der Woche ist der Tafelladen geöffnet. Zwischen 50 und 70 Familien kaufen dort pro Nachmittag ein. Circa 60 ehrenamtliche Helfer sind im Tafelladen tätig.

 Informationen gab es gestern Nachmittag über die Arbeit der Bürgerstiftung Mühlacker; ebenso über die Jugendbegleiter der Uhlandschule Mühlacker. An Stellwänden präsentierte das DRK-Seniorenzentrum und das Altenzentrum St. Franziskus ihre Tätigkeiten. Die Vertreter der Institutionen führten Gespräche und konnten so ausführlich über ihre Arbeit berichten. Musikalisch umrahmte die Veranstaltung mit Gitarrenmusik Werner Schmid- Burger aus Ötisheim – natürlich ehrenamtlich und ohne Honorar.

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