Abrissbirne soll bald zuschlagen

Erstellt: 30. Januar 2009, 00:00 Uhr
Abrissbirne soll bald zuschlagen Das Luigareal in Illingen soll nach der Sanierung ein städtebauliches Juwel werden. Foto: Goertz

Gemeinde treibt Sanierung des Luigareals voran – Bodensanierung und Einzelhandel stehen momentan im Fokus

Illingen – Die Gemeinde Illingen treibt die Sanierung des Luigareals voran. Der Gemeinderat hat ein Fachbüro beauftragt, ein Bodensanierungskonzept zu erstellen. Außerdem soll das Illinger Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2001 aktualisiert werden.

VON FRANK GOERTZ

Die Gemeinde beabsichtigt mit dem Abbruch der Gebäude auf dem insgesamt 6,7 Hektar großen Gelände noch in diesem Jahr zu beginnen. Bürgermeister Eiberger rechnet mit Kosten für den Abbruch und den Bodenaustausch in Höhe von einer Million Euro. Der Abbruch wird von den Weber-Ingenieuren aus Pforzheim betreut, die auch ein Bodensanierungskonzept erstellen werden. Sie hatten für ihre Leistungen der Gemeinde das günstigste Angebot gemacht. Der Basispreis beträgt 60950 Euro brutto, die Ingenieure rechnen allerdings jetzt schon damit, dass zusätzliche Bausubstanzanalysen nötig werden könnten. 25 solcher Analysen würden mit 9520 Euro zu Buche schlagen. Die insgesamte Beschaffenheit der Bausubstanz würde sich allerdings erst im Rahmen des Abbruchs herausstellen.

 Gleichzeitig hat der Gemeinderat am Mittwoch das Fachbüro Cima beauftragt, ihre Einzelhandelsuntersuchung aus dem Jahr 2001 weiter fortzuschreiben und die geplanten Einzelhandelsnutzungen und ihre Auswirkungen am Standort Luigareal zu bewerten. „Der Regionalverband verlangt von uns ein solches Einzelhandelskonzept“, erläuterte Bürgermeister Harald Eiberger, wohl in dem Wissen dass das Gremium die nötigen 11000 Euro dafür nur mit Zähneknirschen genehmigen würde. Andererseits blieb dem Gemeinderat keine andere Wahl, denn das Einzelhandelskonzept ist Bestandteil des Genehmigungsverfahrens. Was Winfried Scheuermann (CDU) allerdings nicht davon abhielt, noch einmal deutlich zu machen, dass er grundsätzlich bezweifle, dass sich Kaufkraftströme messen lassen. „Mal stimmen die Daten, mal nicht.“ „Mir wäre es lieber, wir würden die Bevölkerung fragen, welche Einzelhandelsnutzungen sie sich wünschen“, ist auch Ingeborg Beller (UBL) kein Fan von großen Gutachten. Grünen-Sprecher Peter Pförsich wies daraufhin, dass zur Untersuchung 2001 doch auch eine Umfrage unter der Bevölkerung gezählt habe. Pförisch musste aber auch zugeben, dass es durchaus umstritten sei, ob bei solchen Gutachen etwas herauskomme, aber sie würden eben zwingend zum Genehmigungsverfahren gehören.

 Jetzt wird die Cima GmbH aus Stuttgart erst einmal ihre Daten aus der Untersuchung zur Angebots- und Nachfragesituation aktualisieren. Unter Einbeziehung der übergeordneten Trends in der Handelsentwicklung soll dann das Einzelhandelskonzept auf den neuesten Stand gebracht werden. Auf der Grundlage dieser Daten soll dann die geplante städtebauliche Neuordnung für das Luigareal bewertet und mögliche beziehungsweise sinnvolle Einzelhandelsnutzungen aufgezeigt werden. Dabei soll auch aufgezeigt werden, wie sich der geplante Einzelhandel auf dem Luigareal auf die bereits bestehenden Einzelhandelslagen in der Gemeinde auswirkt.

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