Ausgelassene Narren geben den Ton an

Tanzgarde und Guggenmusik versetzen Gäste in Iptingen in Feierlaune – In Enzberg und Lomersheim herrscht Partystimmung

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 27. Februar 2017, 00:00 Uhr
Ausgelassene Narren geben den Ton an Farbenprächtiger Hingucker und akustisches Highlight bei der Prunksitzung in Iptingen: die Guggenmusiker Querkoepf aus Winnenden. Fotos: Stahlfeld

Das ganze Jahr über geht es in Iptingen, Enzberg und Lomersheim eher beschaulich zu. Doch in der fünften Jahreszeit werden diese Gemeinden zu Faschingshochburgen. Einmal mehr war das am vergangenen Wochenende der Fall.

Iptingen/Lomersheim/Enzberg. Eine Prunksitzung in Iptingen? Vor 25 Jahren hätte sich das vermutlich noch keiner so richtig vorstellen können. Seit 1994 aber ist in Iptingen alles anders. Seitdem verwandeln der Frohe Faschingsclub Gerlingen zusammen mit dem SV Iptingen den Wiernsheimer Ortsteil in eine Faschingshochburg. „Ausverkauft“ hieß es einmal mehr am Samstag bei der nunmehr 24. Prunksitzung in der Kreuzbachhalle.

Die Veranstaltung war im Vorverkauf im Nu ausverkauft gewesen, so dass rund 450 Närrinnen und Narren ausgelassen Spalier standen, als die über 100 Akteure lautstark in den Saal einmarschierten. Die Guggenmusiker Querkoepf aus Winnenden gaben den Ton an, und ihnen folgten die Gardetänzerinnen des gastgebenden Clubs, die Schömberger Waldhufenstromer, die Symbolfigur „Metermichel“ und, unter anderem, die Elferräte.

Siegfried Mayer, der Präsident des Gerlinger Faschingsvereins, kam an der Seite von Prinzessin Sabine II. von der Wernerseit. Die Reutlingerin hatte sich um dieses Amt beworben, und Mayer weiß genau, was die Faschingsprinzessin auszeichnen sollte: „Gute Laune, Durchstehvermögen und Kontaktfreudigkeit.“ Seit 23 Jahren steht Mayer auf der Bühne, um die Narren anzuheizen. In diesem Jahr gab er dieses Amt ab an „Das blühende Leben“ in Person von Belinda Geiger und Melanie Maisch. Die beiden brachten Stimmung in den Saal und zündeten mit den Gästen eine närrische Rakete nach der anderen. Immer wieder erklang das „Schella Hop“. Bereits am Nachmittag hatten in Iptingen rund 250 Kinder Fasching gefeiert.

Oder „Karneval“, wie Toni Stollenberger aus Enzberg sagen würde. Er stammt ursprünglich aus Köln und war am Samstag mit Ehefrau Doris zur Faschingsparty in die Festhalle von Enzberg gekommen.

Dort hatte der Musikverein zur plus/minus 30 Party mit den „V.I.P.’s“ (Raum Schorndorf) geladen, und Toni Stollenberger, quasi als Karnevalsexperte, hatte keinen Grund, zu meckern. „Alles toll“, stellte er im Teufelskostüm fest. Gemeinsam mit Gattin Doris hatte er sozusagen ein diabolisches Vergnügen. Mehr als 500 Gäste feierten in Enzberg. Allein im Vorverkauf waren schon 450 Karten weggegangen. „Unser Konzept hat sich durchgesetzt“, zeigte sich Gerald Glöckler vom Musikverein Enzberg zufrieden. Ab dem frühen Abend hatte DJ Robin (Leutner) aus Ditzingen die ersten Gäste auf den großen Abend eingestimmt. „DJ und Band, das ist ein gutes Konzept“, stellte Glöckler fest. Die „V.I.P.’s“ entpuppten sich als echte Stimmungskanonen, und die Narren ließen es bei den Partyhits so richtig krachen.

Ein ähnliches Konzept auch beim partyerfahrenen Mühlacker Turnkraftwerk: Mit der Band „Brenztalpower“ (Sontheim) hatten sie eine zünftig-fetzige Oktoberfestband in die Lomersheimer Festhalle geholt. 400 Besucher feierten am frühen Abend mit der Partyband. Und Jürgen Mahler an der Kasse war sich sicher, dass noch weitere zumeist U-30-Gäste kommen würden. Zünftige Lederhosen, Akkordeonmusik und ein lauthals mitgesungenes „Er gehört zu mir“: In Lomersheim hatten alle ihren Spaß – die Schlümpfe, das alte Ehepaar mit Gehstock, die flippigen Flower-Power-Girls, die Minions…

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