Magische Stimmung im Klosterhof

Maulbronner Weihnachtsmarkt lockt weit über 30000 Besucher – 120 Händler bieten Kunsthandwerk und Kulinarisches

Von Isabel Hansen Erstellt: 6. Dezember 2015, 16:00 Uhr
Magische Stimmung im Klosterhof Einzigartig in der Region: Der Maulbronner Weihnachtsmarkt mit seinem stimmungsvollen Ambiente lockt Zehntausende Besucher in die mittelalterliche Klosteranlage. Fotos: Hansen

Kloster und Konsum – beim Maulbronner Weihnachtsmarkt ergibt das eine fröhliche Atmosphäre mit besinnlichen Anklängen. Und das nicht nur dank der beeindruckenden Kulisse, sondern auch dank der 120 Händler, die originelles Kunsthandwerk weitab von chinesischer Massenware und Kulinarisches zum Anbeißen anbieten.

Maulbronn. Obwohl der Weihnachtsmarkt dieses Jahr wieder am Samstag bereits um 12 Uhr seine Tore öffnete, war er von der ersten Minute an bestens besucht. Bei einer Umfrage im Vorfeld des letztjährigen Weihnachtsmarkts hatten sich die Aussteller erweiterte Öffnungszeiten gewünscht. Deshalb hat im vergangenen Jahr der Markt statt wie bisher um 14 Uhr bereits um 12 Uhr seine Pforten geöffnet. An dieser neuen Öffnungszeit haben die Organisatoren auch bei der diesjährigen Auflage festgehalten – und wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Viele Besucher konnten den Beginn kaum erwarten. „Ich wusste gar nicht, dass der Markt schon um 12 Uhr anfängt. Deshalb ist es so voll. Ich komme sonst immer vor dem offiziellen Start, weil ich dann noch etwas von den schönen Ständen und Auslagen zu sehen bekomme“, erzählt Gaby Malus aus Bretten und verrät, dass sie im kommenden Jahr ihre Taktik anpassen werde: „Dann komme ich schon um 11 Uhr, am besten gleich nach dem Frühstück.“

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  • Eindrücke vom Weihnachtsmarkt Maulbronn

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Im Hinblick auf die Öffnungszeiten denkt Sonja Maria Esenwein praktisch: „Um 14 Uhr habe ich Appetit auf Crêpes. Um 12 Uhr Hunger auf Bratwurst als Mittagessen, und dann gibt es später noch Crêpes als Nachtisch…“ In Hinblick auf das Budenbummel-Tempo denkt ihr Lebenspartner Uwe Heizmann hingegen praktisch. „Ich weiß gar nicht, was da so lange dauert. Sehen, was es gibt. Entscheiden, ob einem etwas gefällt, und fertig.“ Seiner Freundin ist das zu praktisch-effizient. „Die Stände, die Dekoration – das ist so schön, das muss man auf sich wirken lassen“, findet sie. „Das ist eine magische Stimmung.“ Für die magische Stimmung sorgt nicht nur das mittelalterliche Ambiente im Klosterhof, sondern auch die Aussteller tragen einen entscheidenden Teil bei. Sie zeigen Kunsthandwerk auf hohem Niveau und locken so durchschnittlich 30000 Besucher am zweiten Adventwochenende nach Maulbronn.

Petra Kühn und ihr Ehemann Gunther gehören zu den Marktbeschickern der ersten Stunde, als es noch keine lange Warteliste für Händler gab. „Wir wurden gefragt, ob wir mitmachen. Damals gab es gab vielleicht 30 Stände“, erinnert sich Gunther Kühn an bescheidene Anfänge Mitte der 90er Jahre. Seitdem hat sich der Weihnachtsmarkt rasant entwickelt und ist heute einer der Besuchermagneten in der Vorweihnachtszeit. Dafür sorgt auch ein buntes Rahmenprogramm, bei dem an verschiedenen Stellen auf dem Markt immer wieder Weihnachtslieder zum Mitsingen erklingen. Im Klosterhof 20/2 gibt es derweil weihnachtliche Geschichten und Märchen, und das Infozentrum des Klosters verwandelt sich in eine Laternen-Bastelstube. Nicht nur Kinderaugen leuchten, sondern auch die von Herzen von Erwachsenen schlagen höher, wenn sie in dem ehemaligen Fruchtkasten des Klosters die Anlagen bewundern, die der Modelleisenbahnclub Mühlacker dort aufbauen.

Maulbronns Hauptamtsleiter Alexander Meixner hatte es bei der Eröffnung bereits angekündigt: „Wer ohne ein Weihnachtsgeschenk nach Hause geht, ist selbst schuld. Wer hungrig heimgeht auch.“ Eines hat Meixner vergessen zu erwähnen. „Wer bei dem Ambiente und dem Rahmenprogramm mit Musik und Märchen, Wichtelstube und Weihnachtsmann nicht ein bisschen Weihnachtsstimmung mit nach Hause nimmt, ist selbst schuld.“

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