„Erlöse nach wie vor niedrig“

Von fragen Carolin Becker Erstellt: 28. Dezember 2016, 00:00 Uhr
„Erlöse nach wie vor niedrig“ Ulrich Hauser ist Vorsitzender des Bauernverbands[[br]]Enzkreis

Ulrich Hauser

Enttäuschende Erträge und neue gesetzliche Anforderungen: Für die Enzkreis-Landwirte zieht der Kreisvorsitzende eine ernüchternde Bilanz.

Die Zeit der Jahresbilanzen ist angebrochen. Wie bewerten Sie aus Sicht der Landwirte das Jahr 2016 im Enzkreis?

Aufgrund anhaltend niedriger Erlöse und teilweise unbefriedigender Erträge ist im zweiten Jahr in Folge ein Einkommensrückgang zu verzeichnen.

Was macht Ihnen aktuell Sorgen, wo hat sich die Situation vielleicht entspannt?

Bei tierischen Erzeugnissen hat sich die Situation etwas gebessert, ohne allerdings auf einem befriedigenden Niveau zu sein. Im pflanzlichen Bereich sind die Erlöse nach wie vor niedrig. Zusätzliche gesetzliche Anforderungen werden die Produktion weiter verteuern.

2016 wird vielen als Jahr der Starkregenfälle im Gedächtnis bleiben. Wie hat sich diese Phase auf die Erträge der Landwirte ausgewirkt?

Für viele Kulturen war es zu viel Regen und zu wenig Sonne. Zusätzlich sorgte ein hoher Krankheitsdruck für weitere Probleme. Insgesamt enttäuschten die Erträge letztendlich.

Aktuell wünscht sich manch ein Weihnachtsurlauber eine verschneite Landschaft. Wie halten es die Landwirte?

Auch die Landwirte warten auf einen ordentlichen Winter, damit eine gute Bodengare die Frühjahrsarbeiten erleichtert.

Die Landwirte der Region veranstalten traditionell zu Jahresbeginn ihren Kreisbauerntag. Stehen Termin und Referent schon fest?

Der Kreisbauerntag findet am 10. Februar statt. Referent ist Bernhard Krüsken, der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes.

Welche Botschaft an die Politik wollen Sie übermitteln?

Die Landwirte können die zurzeit diskutierte Neuausrichtung in der Urproduktion wirtschaftlich nur leisten, wenn die Gesellschaft bereit ist, ihren Beitrag zu leisten. Gleichzeitig muss für Erzeugnisse aus dem Ausland der gleiche Standard gelten, sonst verlagert sich die Produktion ins Ausland.

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