Rüstungsindustrie ist der Gewinner

Erstellt: 21. Dezember 2016, 00:00 Uhr

Zum Krieg in Syrien und zum Kampf um Aleppo:

Eine Stadt, Sinnbild für einen sinnlosen Krieg, den niemand gewinnen kann. Während Politiker und die Vereinten Nationen von „der Hölle“ in Aleppo sprechen, verschweigen sie, um was es hier in Wirklichkeit geht: Es ist ein islamischer Glaubenskrieg, der seit dem Tod Mohammeds im Jahre 632 im Gange ist.

Also seit etwa 1400 Jahren streiten sich Sunniten und Schiiten, dazu noch einige Ableger des Islams um die wahre Nachfolge Mohammeds. Keinem Politiker auf dieser Welt wird es je gelingen, die zerstrittenen Parteien an einen Tisch zu bringen. Die Kriegsparteien sind Gefangene ihres Glaubens und der Auslegung des Korans.

Während alle Welt zu humanitärer Hilfe aufruft, wird verschwiegen, wer die Gewinner dieses Krieges sind – und das ist die „Rüstungsindustrie“. Eine Industrie, die beide Parteien mit Waffen und Munition beliefert. Die größten Einkäufer sind Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, die Emirate und superreiche Privatleute, die diese Waffen an alle weitergeben, damit sie für ihre Interessen kämpfen. Genau gesagt kämpft der „Islamische Staat“ (IS) mit Waffen, die aus der Rüstungsindustrie von Amerika und Europa stammen. Viel schlimmer ist der Gedanke, dass man eigene Soldaten in diese Gebiete schickt, damit sie mit Waffen attackiert werden, die aus Beständen der Verbündeten kommen.

Während man Russland zum Hauptschuldigen abstempelt, verschweigen alle die Mitschuld von Amerika. Der größte Waffenlieferant auf der Welt. Ein Land, das sich anmaßt, alle verklagen zu können, siehe Banken und die Automobilindustrie.

Wer verklagt eigentlich jemals eine Rüstungsindustrie, die für so viel Leid und Zerstörung auf dieser Welt verantwortlich ist und bei der einige wenige sehr reich werden? Für die einen geht es um den Glauben, für die anderen nur darum, noch reicher zu werden.

Dieser Krieg wird nicht enden, und er bringt noch viele „Aleppo“, solange sich die muslimischen Theologen und ihre Regierungsvertreter nicht an einen Tisch setzen und die Nachfolge Mohammeds regeln. Das kann doch nicht so schwer sein, denn der Islam ist doch eine friedliebende Religion?

Ich wünsche allen, egal an was und an wen sie glauben, eine friedvolle Weihnacht und ein gutes neues Jahr 2017.

Reinhard Scholz, Mühlacker

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