Das Danke vergessen

Erstellt: 4. Januar 2017, 00:00 Uhr

Zur Silvesternacht in Köln:

Wieder waren laut Polizeiangaben etwa 1000 Personen auf dem Weg zur Silvesterfeier in Köln. Während die Polizei sie festhielt, um ihre Identität festzustellen, wurde für der Begriff Nafri benutzt. Diese Bezeichnung rief die Grünen-Chefin Simone Peter auf den Plan, die sie als menschenunwürdig kritisierte. Man erinnere sich an 2016, da sprachen Politiker sogar von einem Mob.

Leider vergaß Peter bei ihrer Kritik, sich bei Polizisten für ihren Einsatz zu bedanken. Was wäre wohl passiert, wenn diese Menschen sich wieder unter die Feiernden gemischt hätten? Eine Wiederholung der Silvesternacht 2016? Statt sich zu fragen, wie es sein kann, dass sich so viele Leute aus einem Kulturkreis zusammenrotten können, schlägt sie auf Polizisten ein, die diese Nacht lieber mit ihren Angehörigen verbracht hätten. Es ist der kleine Polizeibeamte, der die Weihnachtsmärkte, Silvester- und Faschingsveranstaltungen schützen muss, weil ein Teil der Politiker einfach versagt hat. Während 16000 Stellen für Polizeibeamte abgebaut werden, werden Grenzen für alle geöffnet. Und dann wundert man sich über steigende Straftaten. Ich habe nichts gegen Kriegsflüchtlinge, aber es sind zu viele, bei denen die Identität und der Aufenthaltsort nicht bekannt sind.

Ich werde einfach den Gedanken nicht los, dass sich hier einige nicht integrieren lassen, weil sie aus Ländern kommen, die mit unserer Art zu leben nicht zurechtkommen. Wenn ich hier in Frieden leben will, egal, aus welchem Kulturkreis ich stamme, sollte ich diesem Land, das mir Asyl gibt, dankbar sein und die Gastfreundschaft nicht mit Füßen treten. Die Kritik von Simone Peter am Polizeieinsatz, der nur dem Schutz der friedlich Feiernden diente, werde ich mir persönlich in Erinnerung rufen, wenn wieder die Zeit zu wählen kommt. Wer seinen Rechtsstaat opfert, verliert seine Demokratie!

Reinhard Scholz, Mühlacker

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