Bürgerinitiative sammelt 360 Unterschriften

Erstellt: 10. Oktober 2012, 23:30 Uhr

Mühlacker-Enzberg (the/pm). Die Erweiterung des Steinbruchs in Enzberg ist auf Eis gelegt, es sollen zunächst andere Standorte geprüft werden. Dennoch will eine Bürgerinitiative in Enzberg und Sengach die weiteren Weichenstellungen für das Abbaugebiet kritisch begleiten.

„Steinbrucherweiterung Enzberg? Nein, danke!“, lautet der offizielle Titel der Interessengemeinschaft, die sich aus dem Protest gegen die Ausweisung weiterer Reserveflächen gebildet hat. Schon Ende August hatten sich 60 Bürger getroffen, um die weitere Strategie zu diskutieren. Inzwischen haben die Gegner der Steinbrucherweiterung weitere Weichen gestellt und 360 Unterschriften gesammelt, die an Oberbürgermeister Frank Schneider übergeben werden sollen mit der Bitte, sie an den Regionalverband weiterzuleiten.

Als weiterer Schritt soll eine Internetseite eingerichtet werden, auf der sich die Bürger über die aktuelle Situation und die geplanten Aktivitäten informieren können. Ein Treuhandkonto soll eingerichtet werden, um die Kosten zu decken. Die konkreten Forderungen: „Keine weitere Zerstörung des Naherholungsgebiets mit Streuobstwiesen und Feldern im Norden von Enzberg beziehungsweise im Westen von Sengach“ und: „Keine weitere jahrelange Belastung der Anwohner mit Staub, Erschütterungen und Lkw-Verkehr“.

Die Beschwerden über Schäden an Häusern müssten ernst genommen werden. Die derzeit genehmigte Abbaufläche reiche noch etwa 15 Jahre, dann hätten die Bürger die Belastungen über 80 Jahre lang ertragen: „Es wird Zeit, dass auch ein Ende in Sicht ist und keine Steigerung droht.“ Die Bürgerinitiative fordere, nun den versprochenen Schlusspunkt zu setzen. Trotz der Belastungen habe immer ein „vernünftiges Verhältnis“ zwischen den Bürgern und dem Steinbruch-Betreiber NSN bestanden; auch wegen der Zusicherung, dass – nach der jüngsten Erweiterung – keine weiteren Abbauflächen hinzukämen.

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